06.01.2022
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Schlager-Traum erfüllt sich in Tirol

Eine professionelle Schlagerkarriere und Tirol als Wahlheimat - zwei große Lebensziele, die Kerstin König erst vor Kurzem wahr gemacht hat. Ein mutiger Schritt in eine neue Zukunft - trotz Corona.  

Fieberbrunn | Die Veröffentlichung zweier Singles und die Entscheidung, den Job in der Schweiz zu schmeißen und für immer nach Tirol zu gehen: Das zurückliegende Jahr markierte einen gravierenden Wendepunkt in Kerstin Königs Leben. „Es ist nichts so geblieben, wie es einmal war. Ich habe alles auf den Kopf gestellt“, freut sich die gebürtige Schwäbin, nachdem sie sich im Oktober dauerhaft in Fieberbrunn niedergelassen hat.

Mit zweiter Single in den Airplay Charts
Mit dem Jahreswechsel ist sie auch hauptberuflich in die Künstlerbranche eingestiegen- seit 1. Jänner darf sie sich Profi-Sängerin nennen. Damit erfüllt sich die studierte Betriebswirtin einen lang gehegten Lebenswunsch und einen echten Kindheitstraum. „Ich bin mit dem Schlager groß geworden, wollte schon mit fünf Sängerin werden und habe dafür auch Gesangsunterricht genommen. Andrea Berg war immer schon mein großes Vorbild.“

Der erste große Schritt in diese Richtung war getan, als im Mai die Debütsingle „Wie immer“ auf dem Markt erschien. Nur wenige Monate später kam der Song „Wolke 7 war nur Nebel“ heraus, der auf Anhieb den Einstieg in die Airplay-Charts schaffte. „Das war wie ein Ritterschlag“, freut sich Kerstin König. „Besser hätte es gar nicht laufen können“.
Aufgenommen wurde die zweite Single vom Tiroler Stefan Erler, der unter anderem auch die Grubentaler produziert. Das dazu gehörige Video entstand im Zillertal, konkret beim Kramerwirt in Mayrhofen.

„Liedertexte müssen authentisch sein“
Der Sommerurlaub im Zillertal war es auch, der in der jungen Deutschen den Entschluss, dauerhaft nach Tirol zu gehen, reifen ließ. Die Silbereisen-Schlagershow, 2020 live vom Ehrenbachsee am Hahnenkamm gesendet, untermauerte diese Sehnsucht in ihr. „Ich wusste plötzlich, dass ich nur hier in Tirol meinen Lebenstraum leben möchte.“
Ihre Musik charakterisiert Kerstin König als „klassischen Pop-Schlager, ohne Volksmusik-Einschlag, aber mit starken Beats“. Musik zum Tanzen also, und Texte mit Aussagekraft, denn darauf legt die Künstlerin großen Wert. Authentisch und gehaltvoll müssen sie sein, zum Teil auch mit autobiografischen Zügen - wie etwa in der zweiten Single. „Hier wird eine lebensnahe und auch sehr starke Geschichte erzählt. Da steckt unfassbar viel poetry drin“, schwärmt Kerstin König. Die Texte für ihre Songs schreibt sie großteils selbst, beim Komponieren vertraut sie hingegen auf erfahrene Musiker und Arrangeure.

Trotz aller Euphorie gestaltet sich dieses neu gewählte Leben gerade in der vorherrschenden Pandemie alles andere als einfach: Öffentliche Auftritte sind bekanntlich kaum möglich, für Newcomer ist es daher umso schwieriger, im Musikbusiness Fuß zu fassen. „Ich habe einen Job in Führungsposition hingeschmissen und bin volles Risiko gegangen. Corona kann mich jetzt nicht stoppen“, bekräftigt die ambitionierte junge Frau.

Karriere beginnt mit klassischer Ochsentour
Derzeit arbeitet sie mit Hochdruck an ihrem Debüt-Album, das in den nächsten Monaten auf den Markt kommen soll. Sobald sich das öffentliche Leben zu normalisieren beginnt, will Kerstin König voll durchstarten. Dafür nimmt sie auch  die „klassische Ochsentour“ in Kauf: Auftritte auf kleineren Zeltfesten, Engagements in Hotels, Bars oder auf sonstigen Veranstaltungen. „Der Weg zum Erfolg ist sicherlich mühsam, aber andere haben es auch geschafft“, erklärt König. Ausgehend von Fieberbrunn will sie sich hauptsächlich in Österreich um Auftritte bewerben. „Ich habe mich für dieses Land entschieden, also will ich auch hier arbeiten.“  

Um so mehr Energie, Kraft und Kreativität schöpft die Newcomerin im Übrigen in ihrer neuen Heimat, wo sie sich, wie sie immer wieder bekräftigt, ausgesprochen wohl fühlt. Ihren Entschluss bereut sie nicht, ganz das Gegenteil sei der Fall: „Manchmal stehe ich morgens auf und kann es gar nicht glauben, dass ich jetzt wirklich eigene Musik mache. Wenn ich dann im Tonstudio stehe oder einen Videoshoot habe, fühlt es sich ganz natürlich an. Dinge, die man mit dem Herzen macht, fühlen sich immer natürlich an.“ Alexandra Fusser

Bild: Kerstin König sattelte von Betriebswirtin auf Sängerin um. Ihre Musikkarriere will sie von Fieberbrunn aus starten. Foto: Daniela Reske

 
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