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01.04.2020
News  
 

Rückkehr mit Hindernissen

Über viel Gesprächsstoff kann sich eine Männergruppe aus Fieberbrunn freuen.

Fieberbrunn | „Wir sind froh wieder daheim zu sein“, für Jakob Stöckl und seine Freunde aus Fieberbrunn und Ebbs keine Selbstverständlichkeit, aber alles der Reihe nach.
Bereits vor neun Jahren waren sie  in der Karibik um mit einem Katameran zu segeln. Der Aufenthalt war grandios - und eine Wiederholung in zehn Jahren geplant. Schlussendlich wollte die Männerrunde nicht solange warten und startete nun nach 9 Jahren erneut ins Abenteuer Karibik, am 28. Feber. Damals gab es in Tirol die ersten Coronafälle, ein Paar aus Italien ist mit den Anzeichen in die Klinik Innsbruck eingeliefert worden. Ansonsten gab es nirgends Warnungen oder Sicherheitseinschränkungen.
Zwei Wochen lang segelte die Gruppe durch die Karibik, Handyempfang gab es nur an  Land. Im Laufe der Zeit erfuhr die Gruppe, dass sich die Lage in der Heimat immer mehr zuspitzte, das Coronavirus zu immer mehr Einschränkungen führte. Als „beklemmend“ beschreibt Jakob Stöckl das Gefühl, so weit weg von daheim zu sein und nichts tun zu können.

Die ersten Auswirkungen des Virus zeigte sich auch auf St. Maarten. Die Strände blieben leer, an Bars und Restaurants blieben die Touristen aus: alles hatte geschlossen. „Wie haben nicht mehr gut geschlafen.“ Und dann, überschlagen sich die Ereignisse. Grenzschließungen gibt es in Europa, die Hotelbesitzerin warnte: „Der Flughafen auf der Insel schließt bald für 14 Tage, versucht noch das Land zu verlassen.“ Die gebuchten Tickets für drei Tage nach Curacao, werden nicht mehr gebraucht. Ziel ist nur eines: das letzte Flugzeug in Richtung Europa zu erwischen.
Und hier hat man Glück - Hans Danzl als Mitarbeiter von Eurotours weiß was zu tun ist. So gelingt es, dass alle sechs Freunde um halb acht am Abend in den letzten Flieger einsteigen. Danach wurde der Flugverkehr eingestellt. Gab es einen Plan B? „Die Vermieterin stellte uns günstigere Zimmer in Aussicht“, erinnert sich Stöckl. „Nein, Wir hatten keinen“. Die Heimreise ging über Paris nach München und im Anschluss mit dem Zug nach Oberaudorf. Außergewöhnliche Kontrollen gab es keine. „Ich hatte das Gefühl, dass alle froh waren, wenn wir schnell weiter reisten.“

Aufgrund der Grenzschließung nach Österreich galt es nun ein Taxi zu ordern, dass die Männer auf Österreichischem Boden absetzte und per Familienshuttle ging es zurück nach Hause in die Quarantäne. Das Fazit der Reise: „Vielleicht hätten wir doch besser zehn Jahre mit der Reise warten sollen“, schmunzelt Stöckl. Verena Mühlbacher

V.l.: Jakob Stöckl, Stefan Stöckl, Hannes Semmelrock, Hans Osterauer, Robert Pletzenauer, Hans Danzl haben nach ihrem Aufenthalt in der Karibik viel zu erzählen.

Wie auf einer Postkarte schaut das Foto aus. So schön das Bild, so hart die Realität. Die Touristen bleiben auf St. Maarten aus und der Flughafen schloss für nunmehr 14 Tage die Pforten. Fotos: Privat

 
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