18.11.2016
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Rosi sorgte für Stimmung

Eine lange und teils auch emotionale Diskussion wurde über die Erlassung eines Bebauungsplanes für die Sonnbergstubn geführt. Am Ende stimmten der Gemeinderat mit 10:9 Stimmen für eine Erhöhung der Dächer um 1,20 bzw. 1,50 Meter.

Kitzbühel | Rosi sorgt für Stimmung, diesmal aber nicht als Sängerin, sondern zur Zeit auch mit ihrem Vorhaben, an zwei Gebäuden das Dach um 1,20 bzw. 1,50 Meter anzuheben. Darüber hatte der Kitzbüheler Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montag zu entscheiden.

Die geplanten Änderungen an der bestehenden Sonnbergstubn wären nicht so gravierend. Bei einem Gebäude würde der Giebel um 1,20 Meter erhöht, bei einem weiteren um 1,50 Meter. Gravierendere Folgen sahen die Oppositionsparteien im Kitzbüheler Gemeinderat und auch besorgte Anrainer, die schriftlich ihre Stellungnahmen zu dieser Erlassung eines Bebauungsplanes einbrachten.

Die FPÖ kritisierte in ihrer Stellungnahme die Unregelmäßigkeiten mit dem Veranstaltungszelt. In der späteren Diskussion äußerste Bernhard Schwendtner seine Bedenken am Brandschutz bei den Gebäuden, einer Erweiterung stehe er grundsätzlich aber nicht negativ gegenüber. „Sie kann bauen was sie will, aber es muss rechtlich korrekt sein“, sagte Schwendtner.

Angst vor noch mehr Verkehr

In den drei weiteren Stellungnahmen war der Verkehr am Oberaigenweg das zentrale Thema. „Durch diese Erweiterung wird nur weiterer Fahrzeugverkehr provoziert“, sagte Thomas Nothegger von der Liste UK, der auch anführte, dass bei den Großveranstaltungen ein Durchkommen weder für die Anrainer noch für die Einsatzkräfte möglich ist, weil der an sich schon schmale Weg zugeparkt ist. Grundsätzlich sei, so der O-Ton der Einwände, die  verkehrstechnische Infrastruktur des Weges sei für das große Verkehrsaufkommen nicht vorhanden. Raumplaner Rauch hatte in seiner Beantwortung der Stellungnahmen ein rechnerisches Mittel erstellt, das besagt, dass zu Spitzenzeiten alle fünf Minuten ein Fahrzeug zur oder von der Sonnbergstubn fährt. Berücksichtigt wurden bei dieser Berechnung aber nicht jene Fahrzeuge, mit denen Wanderer in das Naherholungsgebiet fahren. Das zeigte sich kürzlich, als die Parkplätze von Rosi‘s Sonnbergstubn und jene bei der Mittelstation des Bichalmliftes abgesperrt waren: Die Straße war zugeparkt.

Mangelware Parkplätze

Die Parkplätze bei dem beliebten Gasthof waren zudem ein Diskussionsthema. Für Thomas Nothegger ist die Anzahl der vorhandenen Stellflächen viel zu gering und er sprach damit ein Thema an, das in den schriftlichen Einwänden kritisiert wurde. Dazu informierte Georg Wurzenrainer (Bürgermeisterliste), Obmann Ausschuss für Bau und Raumordnung, den Gemeinderat, dass darüber auch im Ausschuss gesprochen wurde. Grundsätzlich hat die Anhebung des Daches aber keinen Einfluss auf das Verkehrsaufkommen am Oberaigenweg, erklärte Wurzenrainer.

Die Parkplatzsituation habe sich aber verbessert, versicherte er dem Gremium. „Auf einer Fläche von ihrem Bruder konnte Rosi weitere 20 Stellplätze schaffen und bei Veranstaltungen bekommt sie weitere 30 Stellplätze von ihrem Bruder“, erzählt Wurzenrainer. Bei Großveranstaltungen kommen zudem immer Taxis und Shuttle-Services zum Einsatz.
Bürgermeister Winkler ließ den Antrag und die Stellungnahmen auch noch vom höchsten Tiroler Raumplaner prüfen. Da es zu keinen Änderungen der Wohnungen und Baufluchtlinien kommt und ein sparsamer Umgang mit Grund und Boden gegeben ist, hat Peter Hohlmann keine Einwände. Winkler sagte auch, dass die Brandschutzauflagen im Rahmen des Bauverfahrens geprüft werden.

In einer namentlichen Abstimmung sprachen sich zehn Gemeinderäte für einen positiven Beschluss aus, die neun Stimmen der Opposition sprachen sich gegen diese Erlassung des Bebauungsplanes aus.
Elisabeth M. Pöll

 
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