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Kitzbüheler Anzeiger
04.03.2023
News  
 

Rodelunfälle häufen sich

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit prognostiziert für den heurigen Winter rund 400 Rodelunfälle. Auch auf den Bahnen im Bezirk kracht es immer wieder.

Kitzbühel | Ein Schlitten kostet relativ wenig, diesen zu lenken ist schnell erlernt und für eine Abfahrt braucht es nicht mehr als etwas Schnee und mehr oder weniger steiles Gelände. Rodeln hat sich in den vergangenen Jahren als immer beliebter entpuppt. Die damit verbundenen Gefahren werden immer wieder unterschätzt.
Im heurigen Winter gab es auch im Bezirk Kitzbühel schon einige schwere Unfälle. So etwa die zwei jungen Mädchen, die kürzlich auf der Rodelbahn in Kirchberg von der Bahn abkamen, gegen einen Fangzaun krachten unds ich dabei schwer verletzten. In Oberndorf kam es erst vor kurzem überhaupt zu zwei Unfällen an einem Abend. Nach denen vier Rodler, die Teil einer dänischen Urlaubergruppe waren, im Spital landeten.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit prognostiziert für den heurigen Winter tirolweit rund 400 Unfälle mit Verletzten. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen, als vermutet, denn viele leichtere Blessuren werden der Polizei nicht gemeldet und werden statistisch daher nicht erfasst. Nicht nur dem Kuratorium für Verkehrssicherheit ist es ein Anliegen, auf die Gefährlichkeit des Rodelsports aufmerksam zu machen, auch dem Tiroler Rodelverband ist Aufklärung wichtig.

Helmtragequote liegt  unter 40 Prozent
Es ist vor allem das Thema Helm, das beiden Institutionen  wichtig ist. Während nämlich die Helmtragequote auf den Skipisten bereits bei mehr als 90 Prozent liegt, pendelt sie auf Rodelpisten weiter unter 40 Prozent. Hier appelliert der KFV an die Rodler, in jedem Fall Helm zu tragen. Tests hätten klar ergeben, dass der Helm bei einem Aufprall mit dem Kopf das Verletzungsrisiko deutlich reduziert. Rund jeder fünfte Unfall basiert auf einem Zusammenprall eines Rodlers mit Personen, Bäumen, Schneewänden oder anderen Hindernissen. Kollisionen sind sogar der Hauptgrund für besonders schwere Verletzungen.
Auch der Rodelverband sieht die mangelnde Helmdisiziplin als schwierig an. Wichtig für die Sicherheit ist auch festes, am besten knöchelhohes Schuhwerk mit einer guten Profilsohle. Der Rodelverband empfiehlt die Verwendung einer Qualitätsrodel – die den Fahrspaß enorm erhöhe, vorausgesetzt man hat die richtige Technik erlernt.

Für Kinder sei es ein enormer Sicherheitsfaktor, wenn sie das Rodeln richtig erlernen, so die Funktionäre des Verbandes. Als optimal habe sich dabei das Volksschulalter erwiesen. In diesem Alter lernen die Kinder sehr schnell, und meist sind die Eltern überrascht, wie sicher die Kinder nach einem Vormittag mit Tipps zum sicheren Rodeln unterwegs sind. Infos finden sich unter www.rodelwelten.com/sicher-rodeln. Margret Klausner

Bild: Gehört zu den beliebtesten Wintersportarten:  das Rodeln. Allerdings kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Der Tiroler Rodelverband appelliert an die Vernunft der Sportler. Foto: Rodelverband Tirol

 
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