12.06.2021
Event  
 

Premiere: „Glashütt – die Sehnsucht des Sandkorns“

Es war so nicht geplant, aber ein Theaterstück über unerfüllte Sehnsüchte und die Wirrungen des Lebens, die man nicht beeinflussen kann, passt punktgenau in unsere Zeit. In der Kirchenruine Hörbrunn in der Nähe von Hopfgarten feiert im Juni „Glashütt – die Sehnsucht des Sandkorns“ seine Uraufführung.

Die Kirchenruine Hörbrunn zwischen Hopfgarten und der Kelchsau ist einer der letzten Zeugen, dass an diesem idyllischen Ort vor rund 150 Jahren eine Glasfabrikation mit rund 200 Mitarbeitern stand. Die böhmischen Glasfabrikanten Friedrich produzierten dort Gebrauchs- und Schmuckgegenstände aus Glas. In den glorreichen Tagen dieser Glasfabrik begann Franz Friedrich damit, für seine Mitarbeiter eine Kirche zu bauen. Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Glashütte nicht mehr wirtschaftlich zu führen war, wurde der Kirchenbau eingestellt, die Kirche nie zu Ende gebaut. Heute steht die Ruine dort als Zeuge eines sehnsuchtsvollen Wunsches, der nicht in Erfüllung ging. 

Theater mit historischem Hintergrund

Vor diesem wahren Hintergrund entstand in den vergangenen Jahren die Idee, in diesem Gemäuer Theater zu spielen. Auf Initiative der Gemeinde Hopfgarten schrieb der Tiroler Autor Ernst Spreng ein Stück, dass sich auf Basis der tatsächlichen Begebenheiten mit den Themen „Sehnsucht“ und „Scheitern“ beschäftigt. Für die Umsetzung konnte der bekannte Regisseur Markus Plattner gewonnen werden. Ab 12. Juni stehen SchauspielerInnen der Volksbühne Hopfgarten und Westendorf dort gemeinsam auf der Bühne.

Start ist Mitte Juni

Ambitioniert ist der Zeitplan des Theaterprojektes. Die Premiere vor Publikum wird am 12. Juni stattfinden. „Was wir bist jetzt von den Erleichterungen die Corona-Vorgaben wissen, schaffen wir es, dieses Theaterstück vor Publikum auf die Bühne zu bringen.“ Gewisse Adaptierungen sind notwendig – die Zuschauerzahl wird reduziert, der Spielbeginn vorverlegt, aber: „Es wird eines der ersten kulturellen Highlights dieses Jahres in Tirol werden“, ist der Autor überzeugt.

Das Stück in Kürze

Mitte des 19. Jahrhunderts ist in der Glashütte Hörbrunn das Leben soweit in Ordnung. Glasherr Franz Friedrich, der Besitzer des Glashütte, darf sich über fast Mitarbeiter freuen und ein Wirtschaftsunternehmen, das viele Jahrzehnte lang gute Gewinne machte.Die junge Marie arbeitet in der Mühle der kleinen Enklave und ist glücklich.
Sie ist in Pavel verliebt. Und Pavel in sie. Gemeinsam beschließen sie, dass sie die Ersten sein wollen, die in dieser Kirche heiraten werden, sobald die Kirche fertig gestellt wird. Aber das Leben ist manchmal ein fieser Verräter. Der finanzielle Niedergang der Glashütte schwebt bald bedrohlich über den Menschen in Hörbrunn. Das Liter-Maß gewinnt europaweit an Bedeutung, diese Entwicklung verschläft man in Hörbrunn. Auch die fehlende Zuganbindung des Brixentals sorgt für den wirtschaftlichen Niedergang.
So kommt es, dass die Sehnsüchte der Menschen nicht erfüllt werden. Glasherr Franz Friedrich muss den Bau der Kirche aus Geldmangel einstellen. Menschen werden gekündigt. Pavel geht zurück nach Tschechien in eine andere Glashütte. Marie geht nicht mit. Sie bleibt in Glashütt. Was so gut begann, endet im Niedergang der Glashütte.

20 Jahre später

Noch einmal treffen sich durch Zufall die handelnden Personen in Glashütt.  Marie pflegt „ihre“ Kirche mit Hingabe und ist hin- und hergerissen zwischen Sehnsucht, Liebe zu diesem Ort und der Trauer über vergebene Möglichkeiten. Aber überraschend kehrt Pavel zurück aus Tschechien und findet wieder Arbeit in Tirol. Kann er Marie davon überzeugen, dass wenigstens die Sehnsucht der einst Liebenden doch noch eine späte Zukunft hat?

Kartenvorverkauf und Termine

Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Karten zu den einzelnen Terminen sind online unter https://www.volksbuehne-hopfgarten.at/glashuett erhältlich bzw. in Hopfgarten bei der Sparkasse sowie am Gemeindeamt. Inhaber von bereits gekauften Karten bzw. Gutscheinen aus dem Vorjahr haben die Möglichkeit, diese in der Gemeinde Hopfgarten und in der Sparkasse umzutauschen.  Kartenpreis: 22 Euro

Parkplätze stehen direkt bei der Ruine zur Verfügung (Fußweg 5 Minuten). Da es sich um eine Freilichtveranstaltung handelt, bitten die Veranstalter um entsprechende Kleidung und gutes Schuhwerk.

Die Spieltermine im Einzelnen:
Samstag, 12. Juni 2021 (Premiere)
Freitag, 18.. Juni, Samstag, 19. Juni, Sonntag, 20. Juni, Donnerstag, 24. Juni, Freitag, 25. Juni, Samstag, 26. Juni, Sonntag, 27. Juni, Donnerstag, 1. Juli, Freitag, 2. Juli, Samstag, 3. Juli, Sonntag, 4. Juli

Die genaue Beginnzeit (ca. 19.30 Uhr) sowie die Corana-Regeln für den Besuch werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Foto: Das Ensemble von „Glashütt“ (von links): Jakob Schermer (kniend), Hubert Kurz, Maria Kruckenhauser, Tamara Pieth und Hubert Riedmann. Foto: Volksbühne Hopfgarten

 

 
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