31.08.2020
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Polizei sucht wieder Nachwuchs

Im November starten in der Polizeischule in Absam vier neue Kurse. Das Interesse am Polizeiberuf ist groß, wie sich bei einem Informationstag in Kitzbühel zeigte.  

Kitzbühel | Der Saal des Kitzbüheler Finanzamtes war mehr als gut gefüllt, als vergangene Woche Polizisten von der Landespolizeidirektion sowie aus dem Bezirk Kitzbühel von ihrem Arbeitsalltag berichteten. Grund für die Veranstaltung in Kitzbühel ist die Suche der Polizei nach Personal. Im November starten am Polizeiausbildungszentrum in Absam gleich vier neue Kurse. „Wir nehmen heuer 112 Frauen und Männer auf, die in den Polizeiberuf einsteigen wollen“, erklärt Gruppeninspektor Erwin Vögele von der Landespolizeidirektion. Im Rahmen von sogenannten „Recruitingdays“ können sich Interessierte informieren.

Vergangene Woche fanden solche Informationsveranstaltungen nicht nur in  Kitzbühel, sondern auch in Innsbruck und Imst statt. Der Andrang war sehr groß, freuen sich die Verantwortlichen. Für den Infotag in Kitzbühel hatten sich im Vorfeld 30 Frauen und Männer angemeldet, gekommen sind schlussendlich über 50 Personen – rund die Hälfte davon Frauen. War noch vor einigen Jahren der Polizistenberuf eine Männerdomäne, ändert sich das immer mehr. Immer mehr Frauen interessieren sich für den vielfältigen Beruf.

„Wir wollen im Rahmen dieser ‚Recruitingtage‘ auch zeigen, wie vielfältig unser Beruf ist und wie viele Möglichkeiten es gibt“, erklärt Vögele. Natürlich könne nicht jeder zur Cobra gehen oder Hubschrauberpilot werden, aber es gäbe viele andere Jobs.

Die Polizisten, die in Kitzbühel den Interessierten Rede und Antwort standen, kamen aus allen Bereichen der Polizei. Alpinpolizisten informierten über ihren Beruf ebenso wie Motorradpolizisten. Aber auch Polizeischüler waren vor Ort, die über die Ausbildung aufklärten.
Gerade in Zeiten wie diesen, wo es im Rahmen der Corona-Pandemie auch wirtschaftlich schwieriger werde, böte die Polizei einen sicheren Job, so die Verantwortlichen. Gerade in Bereichen, wie z.B.  bei der Alpinpolizei oder auch in der Motorradstaffel, könne die Leidenschaft zum Beruf gemacht werden.

Jüngste Teilnehmerin gerade einmal 13 Jahre
Unter den 50 Interessierten,  die an diesem Abend den Ausführungen konzentriert folgten, war Lea aus Kitzbühel mit 13 Jahren die Jüngste in der Runde. „Ich finde den Beruf sehr spannend, daher bin ich heute da“, erklärte der Teenager. Und die Mama ergänzte: „Es steht ja ein Schulwechsel an, daher informieren wir uns, welche Voraussetzungen es braucht.“

Das Mindestalter für den Eintritt in die Polizeischule liegt bei 18 Jahren. Ein einwandfreier Leumund, der Führerschein und das österreichische Schwimmerabzeichen „Fahrtenschwimmer“ sind Grundvoraussetzungen. „Es sind aber einige der Einstellungsvoraussetzungen gefallen“, betont Vögle. So ist die Körpergröße nicht mehr ausschlaggebend und auch Tätowierungen sind kein Hinderungsgrund mehr. Jede Tätowierung wird jedoch einer Einzelfallprüfung unterzogen.

Die angehenden Polizeischüler müssen sich einem intensiven Auswahlverfahren stellen. Unter anderem müssen ein psychologischer sowie ein klinisch psychiatrischer Test bestanden werden. Die sportliche Fitness wird natürlich ebenfalls überprüft. Außerdem wird ein Eignungsinterview durchgeführt.

Polizeischüler erhalten vom ersten Tag an Geld
Dass sich nicht nur junge Leute für den Beruf interessieren, zeigte sich auch beim Infotag in Kitzbühel. Zwischen 13 Jahren bis ungefähr Ende  30 reichte die Alterspalette an diesem Abend. Mit dem Eintritt in die Polizeischule gehen übrigens keine wirtschaftlichen Probleme einher. Ganz im Gegenteil, betonen die Verantwortlichen. Im ersten Jahr verdienen die Schüler monatlich jeweils 1.740 Euro brutto und sind somit finanziell abgesichert. Margret Klausner

 
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