16.11.2018
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Piste am Walde vom Winde verweht

Das Skivergnügen am Walde dauerte nicht lange. Die lange  Warmwetterperiode ließ den konservierten Schnee schmelzen. „Wir haben unsere Lehren daraus gezogen“, sagt BAG-Vorstand Josef Burger, der von dem frühen Start nicht abweichen wird, jedoch entsprechende Maßnahmen setzen will.

Kitzbühel | Einen Frühstart legte die Bergbahn AG Kitzbühel heuer auch am Walde hin. Der konservierte Schnee wurde ausgepackt und zwischen der Berg- und Talstation des Walde­liftes mit Anbindung zur Hahnenkammbahn eine Piste gezaubert. Planmäßig konnten am Nationalfeiertag die ersten Schwünge am Hahnenkamm gezogen werden. Doch die Freude währte nicht lange. Unnatürlich warme Temperaturen gepaart mit Föhnstürmen ließen die Schneedecke zusehends schwinden. Bei solchen Wetterverhältnissen sind die Pisten der Verlierer. Das zeigte sich auch im Jänner 2007, als Föhnsturm Kyrill die rennfertige Streif innerhalb einer Nacht dahinschmelzen ließ.

Reger Trainingsbetrieb am Resterkogel

„Am Resterkogel läuft der Trainingsbetrieb nach wie vor auf Hochtouren. Derzeit ist das Schweizer Damenteam hier und bereitet sich auf die Rennsaison vor. Am Montag schnallte Österreichs Ski-Superstar Marcel Hirscher seine Ski am Resterkogel an, um für die Rennen in Levi (Finnland) zu trainieren.

Vor allem für den Trainingsbetrieb sind solche Schneezungen wichtig, wenn man bedenkt, dass weder auf den Gletschern, noch in höher gelegenen Gebieten eine technische Beschneiung derzeit möglich ist“, sagt Bergbahn Vorstand Josef Burger, der damit auch die Bedeutung von Schnee-Depots unterstreicht, die seiner Ansicht nach in Zukunft immer wichtiger werden. Fakt ist jedoch, dass am Walde nichts mehr geht. „Eine Warmwetterperiode in diesem Ausmaß war nicht vorhersehbar. Die Natur war heuer einfach stärker“, sagt Burger und rechtfertigt damit den frühen Start, den er trotzdem positiv sieht.

Burger: „Wir haben unsere Lehren gezogen“

Trotz des Rückschlags hält Berg­bahn-Vorstand Josef Burger am frühen Saisonstart fest. „Wir haben ein Versprechen an unsere Kunden, in dem wir diese Leistungen anbieten. Da kann man nicht einfach den Stecker ziehen und das Angebot einschränken“, sagt Burger. Aber auch von einer kurzfristigen Verschiebung, falls die Großwetterlage eine Wärmeperiode wie heuer prognostiziert, hält Burger nichts. „Es steht eine große Maschinerie dahinter. Wenn wir warten, bis es kalt wird, können wir den Saison­start nicht entsprechend vorbereiten und schon gar nicht vermarkten“, erklärt Burger. Aus den gewonnenen Erfahrungen hat man seitens der Bergbahn AG Kitzbühel seine Lehren gezogen. „Wir werden künftig bei einer derartig außergewöhnlichen Föhnlage den Skibetrieb einstellen, um die Schneeoberfläche zu schonen“, sagt Burger. Damit kann die Piste länger gehalten werden. „Besser und nicht größer“ ist auch bei der Schneekonservierung das Motto der Bergbahn AG Kitzbühel. „Wir werden die Schneedepots jetzt aber nicht vergrößern, sondern sind bemüht, die Konservierungsmethoden zu verbessern“, sagt Burger.

Grundsätzlich ist man aber mit dem kurzen Wintersportvergnügen am Hahnenkamm zufrieden. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, zwischen 2.500 und 3.000 Fahrten wurden am Walde täglich absolviert. Bei der Hahnenkammbahn hat man indes wieder auf Sommerbetrieb umgestellt und ermöglicht so einen einfachen Zugang zur Kitzbüheler Bergwelt. Elisabeth M. Pöll

 
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