23.11.2021
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Pflegekräfte händeringend gesucht

Die Nachfrage nach Pflegekräften steigt weiter an. Die Absolventen des „Medicubus“ sind heiß begehrt – auch im Bezirkskrankenhaus St. Johann.

St. Johann | „Es ist der schönste Beruf überhaupt und er ist nicht schlecht bezahlt“ - die Fieberbrunnerin Gerritje Vaneveld hat die Ausbildung als Pflegeassistentin in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule in St. Johann absolviert und arbeitet jetzt im Sozialzentrum Pillerseetal.

Im Rahmen eines Lokalaugenscheins im „Medicubus“ erzählte sie von ihren Erfahrungen und ärgert sich über die oft negative Darstellung des Pflegeberufs. „Das stimmt so einfach nicht,“, betont sie. Dem kann Manfred Dag, der Leiter des AMS Kitzbühel, nur zustimmen. Das Thema Pflege sei hochaktuell und vor allem emotional sehr aufgeladen. „Es werden dringend Fachkräfte gesucht und der Bedarf steigt weiter. Ein großer Vorteil: Dieser Job ist krisensicher“, betont Dag und stellt gemeinsam mit dem Leiter der Schule, Helmut Wallner, die Ausbildungsmöglichkeiten in St. Johann vor.

In den vergangenen Jahren hat das Land Tirol ja die Zahl an Ausbildungsplätzen massiv erhöht, der Anschluss der Pflegeschule ans Bezirkskrankenhaus, ist ein Ergebnis davon.

„Mit dem Medicubus haben wir eine Top-Ausbildungsstätte für Pflegeberufe. Hochmoderne Lehrsäle, ein IT-Schulungsraum und ein Simulationszentrum stehen zur Verfügung“, schildert Wallner. Ab Herbst 2023 startet die Akkreditierung für einen Bachelor-Studiengang. Derzeit werden in St. Johann rund 120 Schülerinnen und Schüler (rund ein Drittel) in verschiedenen Zweigen ausgebildet. Die ersten Absolventen, die derzeit die dritte Klasse besuchen, haben nach ihrer Prüfung sofort einen Job – Pflegedirektor Harald Sinnhuber sowie Verwaltungschef Christoph Pfluger warten schon händeringend auf die neuen Fachkräfte.

Zahlreiche Förderungen für Umschulungen
Dass die Entscheidung für eine solche Ausbildung – auch auf dem zweiten Bildungsweg – nicht mit finanziellen Einbußen einhergehen muss, betont Claudia Vogel-Gollhofer vom „amg Tirol“. Seit fast 20 Jahren gibt es die Pflegestiftung, die jährlich etwa 1.000 Interessierte berät. „Wir beraten und arbeiten u.a. mit den Pflegeheimen zusammen. Es gibt gute Förderungen, um sich die Ausbildung leisten zu können“, betont Vogel-Gollhofer. Infos unter www. medicubus.at Margret Klausner

Bild: Hoffen auf Pflegenachwuchs: Helmut Wallner (Leiter der Pflegeschule), Claudia Vogel-Gollhofer (AMG Tirol), Manfred Dag (AMS Kitzbühel) sowie die Absolventin Gerritje Vaneveld (von links). Foto: Klausner

Daten & Fakten - Verschiedene Fachrichtungen

Dipl. Gesundheits- und Krankenpflege
Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst Theorie und Praxis. Im dritten Jahr ist eine Fachbereichsarbeit zu erstellen und die Diplomprüfung abzulegen. Der nächste Turnus startet am 3. Oktober 2022. Anmeldefrist bis 29. April 2022.

Pflegeassistenz in Vollzeit
Die Ausbildung hat zum Ziel, die Berufsberechtigung zur Pflegeassistenz zu erlangen. Die Vollzeit-Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von 13 Monaten (Umfang 1.600 Stunden). Der nächste Turnus startet am 4. April 2022 und endet im April 2023.

Pflegeassistenz in Teilzeit
Die Ausbildung hat zum Ziel die Berufsberechtigung zur Pflegeassistenz zu erlangen. Die Teilzeit-Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von 21 Monaten (Umfang 1.600 Stunden). Der nächste Turnus startet am 7. November 2022 und endet im Juli 2024.

Heimhilfe
Heimhelfer unterstützen betreuungsbedürftige Menschen im Haushalt und bei den Aktivitäten des täglichen Lebens in der Wohnung. Die Ausbildung dauert sechs Monate (460 Stunden) und wird berufsbegleitend angeboten. Der nächste Turnus beginnt am 17. Jänner 2022 und endet am 28. Juni 2022

 
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