20.12.2020
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Nur mit Platzkarte zur Christmette

Nachdem Gottesdienste wieder erlaubt sind, gibt es an den Festtagen zu Weihnachten erneut Einschränkungen. Aufgrund der vielen Messbesucher wird in großen Pfarren im Bezirk mit Platzkarten gearbeitet, die ab jetzt in den Pfarrbüros aufliegen.

Bezirk | Nach Ostern mit der Auferstehung Jesu ist Weihnachten das zweitwichtigste Fest im Kirchenjahr. Ein Besuch der Kinder- oder Christmette gilt bei vielen Familien als Fixpunkt am 24. Dezember. Dieses Jahr findet Weihnachten in der Kirche in abgespeckter Form statt. Die großen Weihnachtsmessen wird es nicht geben. „Mit Sicherheit müssen wir heuer Weihnachten schlichter feiern. Einiges, was uns sonst vertraut ist, fällt weg“, schildert Innsbrucks Bischof Hermann Glettler und sieht darin auch eine Chance,  das Geheimnis der Weihnacht besser zu verstehen. „Auch damals ist Gott nicht in eine heile Welt gekommen.“

Die Feiertage sollen Gelegenheit bieten, um zur Ruhe zu kommen. Keine Zeit, um diese Ruhe zu genießen hat Kitzbühels Pfarrer Michael Struzynski, denn die Vorbereitungen für die Weihnachtsfeiern sind umfangreich: „Die Festtage sind weniger Arbeit, aber organisatorisch ist alles sehr schwierig“. Besonders die Hygienerichtlinien mit 1,5 Meter Abstand halten und begrenzte Sitzplätze in der Kirche sind eine Herausforderung. An den Festtagen dürfen in der Stadtpfarrkirche maximal 120 Besucher teilnehmen. Eine Anmeldeliste liegt im Pfarrsekretariat auf, anmelden ist  auch per Mail möglich.

Platzkarten liegen in Kirchberg auf
Ein anderer Ort, das gleiche Bild. Auch in Kirchberg setzt man auf das Anmeldesystem während der Feiertage am 24. und 25. Dezember. In Aschau gibt es Platzkarten für max. 40 Besucher beim örtlichen Sparmarkt, in Kirchberg, sind 120 Besucher zugelassen. Anmeldungen auch hier im Pfarramt.
In St. Johann setzt man ebenso auf das Anmeldesystem.  Dort kann man sich am Vormittag im Pfarrbüro für die Rorate und Mette am 24. Dezember und den Festgottesdienst am 25. Dezember anmelden. Appelliert wird überall an das Verständnis im Falle einer Absage: „Auch wenn heuer alles anders ist, so ist doch das Wichtigste, dass Jesus geboren wird.“
Als Alternative gibt es in vielen Pfarren mittlerweile eine Übertragung des Gottesdienstes im Internet.

Ersatz für Kindermetten gefunden
Besonderer Beliebtheit erfreuten sich stets die Kindermetten, die bereits am (späten) Nachmittag stattfinden. Dicht gedrängt saß man in den Kirchen zusammen und verfolgte den Gottesdienst. Die Messen mussten zum Großteil abgesagt werden. Alternativen haben sich die Pfarren dennoch überlegt. Ein Auszug: In Kirchberg gibt es einen Christkindlweg, der ab 14.30 Uhr besucht werden kann. Start ist beim Aufgang Pulverturm gegenüber dem Cafe Rigoletto. In Kitzbühel gibt es verschiedene Stationen in der Kirche , die von 8-17 Uhr besucht werden können. „Heuer sind die Eltern gefordert“, erklärt Pfarrer Struzynski und verrät, dass dort eine besondere Krippe aufgebaut ist. „Das Jesukind hab ich mir vor Jahren in Bethlehem schnitzen lassen“. Neben der Krippe gibt es Bastelstationen zu sehen.

Videoübertragung am Christtag
Auf ein bewährtes Modell setzt die Pfarre Kitzbühel am Christtag. Wie zu Ostern wird die Messe am 25. Dezember um 10 Uhr live in KitzTV und auf Facebook übertragen. Eine Wiederholung ist am Stephanitag geplant. Keine Selbstverständlichkeit ist für Pfarrer Struzynski die Bereitschaft der jungen Leute, dafür am Feiertag zu arbeiten: „Ich habe eine große Freude und bin total begeistert über den Einsatz des super Teams.“ Finanziert wird die Übertragung von der Gemeinde Kitzbühel. Die Gottesdienstordnung ist auf den Seiten 44 und 45 der aktuellen Printausgabe KW 51-2020 zu lesen. Verena Mühlbacher

Bild: In den Pfarren Kitzbühel, St. Johann, Kirchberg und Aschau gibt es ein Anmeldesystem, damit genug Abstand an den Feiertagen gewahrt wird. Foto: eds

Kurz notiert - Richtlinien für Kirchenbesuch
Während des Besuchs einer Hl. Messe gilt Maskenpflicht. An der Eingangstüre müssen die Hände desinfiziert werden und der Willkommensdienst zeigt einem den Sitzplatz. Es gilt, einem Abstand von 1,5 Metern zu Halten.

Es gibt keinen Gemeinde- oder Chorgesang. Solistischer Gesang und Instrumentalmusik sollen den festlichen Charakter der Gottesdienste unterstreichen. Zu guter Letzt wird an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen appelliert. „Ziel aller Bemühungen muss es sein, dass alle, die einen Weihnachtsgottesdienst mitfeiern wollen, dafür auch eine Möglichkeit finden. Wenn wir uns in den Pfarren jetzt darauf verantwortungsvoll vorbereiten, dann wird Weihnachten gerade heuer zu einem Fest der Freude werden“, sagt Erzbischof Franz Lackner, Vorsitzender der Bischofskonferenz. veh

 
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