30.10.2016
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Neuer Ansatz für Winterurlauber

Wie lässt sich Gesundheit und Wintertourismus verbinden? Die Tourismusregion St. Johann dient als Studienpartner.

St. Johann | Es gibt bereits zahlreiche fundierte, wissenschaftliche Studien, wie gesundheitsfördernd Urlaub in den Bergen ist. „Diese Erkenntnisse beziehen sich aber alle vorwiegend auf den Sommertourismus. Dass sich Wandern positiv auf das Gemüt und auf die Gesundheit im Allgemeinen auswirkt, ist kein Geheimnis mehr“, erklärt Arnulf Josef Hart, Leiter des Universitätsinstitutes für Ecomedicine an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität  (PMU) in Salzburg. Zusammen mit anderen Kollegen aus den Bereichen Medizin und Gesundheit sowie der Standortagentur Tirol wurde das Projekt „WinHealth“ erarbeitet, das sich derzeit in der Endplanungsphase befindet.

Das Ziel ist es, Gesundheits- und Wintertourismus zu verbinden. „Am Projektende sollen buchbare Produkte stehen“, erklärt Jeannine Hermann von der Standortagentur Tirol.

Klinische Studie wird in St. Johann umgesetzt

Der Weg dahin soll auch mithilfe der Tourismusregion St. Johann erarbeitet werden. „Das Projekt soll die gesundheitsfördernde Wirkung der Wintersportarten mittels klinischer Studien beleuchten. So wird es z.B. eine Studie zum Skitourengehen geben“, erklärt Hartl. Zu dieser boomenden Sportart gibt es bislang noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. „Die Studien werden auch mit Menschen mit Knieproblemen gemacht. Welche positiven Auswirkungen hat Sport auf Beschwerden? Das alles wird erhoben“, veranschaulicht Christina Pichler, die ebenfalls für die PMU tätig ist.

Als mögliche Zielgruppe wird also nicht nur der vermeintlich „fitte“ Sportler ins Auge gefasst, sondern auch diejenigen, die zum Sport zurückkehren wollen. „Viele trauen sich nach einer Verletzung oder aufgrund von Abnutzungserscheinungen keinen Sport mehr zu machen, obwohl das eigentlich genau der falsche Ansatz  ist – hier gilt es, die passenden Angebote zu kreieren“, betont Pichler.

„Eine Chance für die gesamte Region“

Ortsmarketingleiterin Marije Moors sieht in der Projektteilnahme große Chancen für die Region. „Wir haben alleine in St. Johann im Gesundheitsbereich rund 130 Anbieter. Ziel ist es, eine branchenübergreifende Zusammenarbeit ins Leben zu rufen“, erklärt Moors. So könnten Ärzte, Therapeuten, etc. mit Hotels zusammenarbeiten. „Die Menschen werden immer älter und die Bewohner der Ballungsräume sind auf der Suche nach Erholung – Gesundheit ist kein schnelllebiger Trend, sondern ein Zukunftsthema“, sind sich die Projektpartner sicher.

Neben der Tourismusregion St. Johann nehmen noch Tourismusverbände aus Südtirol an „WinHealth“ teil. Das Projekt könnte schon in diesem Winter starten.
Johanna Monitzer

Bild: Im Rahmen des Projektes „WinHealth“ soll in St. Johann eine umfangreiche klinische Studie durchgeführt werden. Im Fokus liegen die Auswirkungen von Skitourengehen und Winterwandern auf die Gesundheit. Symbolfoto: Stefan Herbke

 
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