26.10.2020
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Neue Strukturen schaffen

Die Entscheidung über den neuen Obmann/-frau und Aufsichtsratsvorsitzenden fällt am Donnerstag. Favorit Christian Harisch denkt offen über neue Strukturen nach.

Kitzbühel | Mit Dienstag, 20. Oktober, wurden die Rücktritte von Signe Reisch (Obfrau) und Josef Burger (Aufsichtsratsvorsitzender) rechtswirksam. Das Tiroler Tourismusgesetz sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates – in diesem Falle die bisherige Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreterin Katrin Schlechter – unverzüglich zur Neuwahl einzuberufen hat. Diesem Passus kam Schlechter nach und berief zur Aufsichtsratssitzung mit Neuwahlen am Donnerstag, 22. Oktober, ein.

„Kitzbüheler Modell“ als Vorbild für Tirol
Als möglicher neuer Obmann gehört Hotelier und Unternehmer Christian Harisch zu den Favoriten. Er möchte die Zukunft von Kitzbühel Tourismus aber nicht an einer Person festmachen, sondern die Strukturen neu definieren.
Harisch spricht von einem „Kitzbüheler Modell“, bei dem zahlreiche Aufgaben des Obmannes an die Geschäftsführung übertragen werden. „Man kann so ein Modell für Tirol schaffen, das zukunftstauglich ist. Mit einer ‚geschäftsführenden Obfrau‘, die hauptberuflich agiert, sind die Kompetenzen nach außen und innen gebündelt“, erklärt Harisch. Diese Struktur wäre auch laut dem Tiroler Tourismusgesetz möglich und wird im Paragraphen 16 Abs 2 festgehalten. Nicht an den Geschäftsführer übertragen werden kann die Einberufung der Vollversammlung, der Vorsitz in der Vollversammlung und im Vorstand, die Fertigung von Verträgen und Urkunden für den Tourismusverband, die Überwachung der Geschäftsführung und allfällige Erteilung von Weisungen sowie die Vertretung des Tourismusverbandes als Mitglied des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände.  „Ich bin bei der Novellierung des Tiroler Tourismusgesetzes bereits für eine solche Regelung eingetreten, jedoch wurde es nur als Option verankert“, sagt Harisch.

Wenn der „geschäftsführenden Obfrau“ mehr Kompetenzen zufließen, würde dies den Einfluss der Funktionäre beschneiden und auch einen Machtverlust darstellen. „Ich weiß nicht, ob das die Funktionäre mittragen“, sagt Harisch, der sich einen einheitlichen Weg und Geschlossenheit für Kitzbühel wünscht. Dazu braucht es von allen Seiten Loyalität. „Ziel ist es auch, dass alle Partner stärker eingebunden sind“, sagt Harisch. Zudem schlägt er vor, dass man künftig ein Gremium installiert, bei dem sich die Verantwortlichen der Institutionen Stadt, Bergbahn, Hotellerie und Wesentliche Marktteilnehmer gemeinsam mit dem TVB zum Austausch treffen und man sich regelmäßig abstimmt.

Zwei starke Frauen für Kitzbühel Tourismus
Für seine Pläne hat Christian Harisch auch schon konkret Personen für die Funktionen ins Auge gefasst. Die Rolle der „geschäftsführenden Obfrau“ soll die bisherige Gschäftsführerin Viktoria Veider-Walser übernehmen, den Vorsitz im Aufsichtsrat die Unternehmerin Katrin Schlechter.
„Die Rücktritte kamen auch für mich überraschend. Nun gilt es, dass wir schnell wieder gut aufgestellt sind, damit der Verband ordentlich geführt werden kann“, sagt Katrin Schlechter. Sollte es der Wunsch des Aufsichtsrates sein, würde sie den Vorsitz übernehmen.
Am Donnerstag fällt die Entscheidung für die neuen Funktionäre. Sollte der Aufsichtsrat zu keiner Einigung kommen, besteht noch die Möglichkeit der Auflösung und in weiterer Folge der Neuwahlen. Doch Kitzbühel braucht eine schnelle Lösung, damit man sich auf die Bewältigung der Zukunft konzentrieren kann.
Über die Entscheidungen des Aufsichtsrates informieren wir Sie auf unserer Homepage und unseren Social Media Kanälen. Elisabeth M. Pöll

Bild: Christian Harisch hat Visionen für Kitzbühel Tourismus. Foto: hofmannexperience.com
Viktoria Veider-Walser wird als „geschäftsführende Obfrau“ favorisiert.
Wunschkandidatin für den AR-Vorsitz: Katrin Schlechter. Fotos: Pöll

 
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