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24.02.2022
News  
 

Neue Bühne für „a zünftige Musi“

Der Westendorfer Vollblutmusikant Peter Aschaber hat sich in die Pension zurückgezogen. Im (Un)-Ruhestand präsentiert er mit dem  Verein „Live Musiker“ (LiMu) sein neuestes Projekt: einen Volksmusiksender.

Westendorf | Beinahe 50 Jahre ist Peter Aschaber als Profi-Musiker auf der Bühne gestanden.  Zuerst mit den 1973 gegründeten „Auner Buam“, dann rund 40 Jahre mit dem von ihm ins Leben gerufenen „Alpenspektakel“. Unter Aschabers Leitung entwickelte die Formation ein ganz besonderes, alpenländisches Showprogramm, bestehend aus volkstümlicher Musik, Schmäh und lustigen Einlagen, mit dem die Vollblutmusikanten mit ihren 25 Instrumenten und einem Bus voller Showrequisiten durch die Lande zogen. Gut besuchte Konzerte, Feste, Gastspiele und Tourneen quer durch Europa zeugen von einem über Jahrzehnte andauernden Erfolg, der nach Aschabers Angaben durch rund 50 CD-Alben, 17 Filme sowie 500 eigene Titel komplettiert wurde.

Alpenländischer Musik geht der Nachwuchs aus
Im September 2021 wechselte Peter Aschaber in den Ruhestand, das Alpenspektakel ist seither Vergangenheit. Musikkapellen dieser Musikrichtung sind derzeit schwer zu finden. „Leider ist in den letzten Jahren die alpenländische Musik aus den meisten TV-Sendern komplett verschwunden. Wegen Corona gab es auch kaum Live-Auftritte. Die goldene Ära der alpenländischen Musik und der Tanzmusikanten ist ganz offensichtlich vorbei“, bedauert das Westendorfer Musikanten-Urgestein.

Dennoch habe die volkstümliche Musik noch immer viele Anhänger, ist Aschaber überzeugt. Nicht nur auf der Seite des Publikums, sondern auch seitens der Musikanten, deren Anzahl zunehmend schrumpft. Aschaber: „In der Pandemie haben die Älteren ihre Instrumente für immer in den Keller gestellt. Die Jungen, oftmals super ausgebildete Musikanten, sind schon davor zum deutschen Schlager übergewechselt - in der Hoffnung, dass sie dann im Radio gespielt werden.“

Sendungen für Fans und Musikanten
Für den Verein Live Musiker (LiMu) Grund genug, um einen neuen Sender der alpenländischen Musik ins Leben zu rufen und sowohl Fans als auch Musikanten eine Plattform  zu bieten. Seit Dezember 2021 liegt eine Sendegenehmigung vor: „Südklang geht am 1. März  von Slowenien aus über Live Stream  weltweit auf Sendung“, schildert Aschaber, „ab dem Sommer soll über mehrere große TV-Netze und Kabel-TV-Anbieter ausgestrahlt werden“. Das 24-Stunden-Programm wird hauptsächlich aus alpenländischen Musik-Clips bestehen, auch Volks- und Blasmusik sowie Brauchtum sollen Platz finden. „Zum Beispiel Geschichten und Interviews mit Musikanten sowie Reports von Festen und Traditionsumzügen“, zählt Aschaber auf. Ein besonderes Anliegen ist für ihn die Gestaltung von Musikbeiträgen aus früheren Zeiten, für die er das LiMu-Archiv nützen will. „Wir haben rund 400 Kapellen auf Fotos, Ton- und Filmaufnahmen sowie Texte gesammelt. Wäre schade, wenn dies in der Schublade liegen bleibt“. Alexandra Fusser

Bild: 1) Das Alpenspekakel, wie man es landauf, landab kannte, gab im September 2021 seine letzte Vorstellung.
2) Peter Aschaber und Rene Brilej, ein Vertreter des LiMu-Vereines aus Slowenien und der Steiermark, wollen Volksmusik weltweit senden. Fotos: Aschaber

 
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