19.07.2021
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Nach Zerstörung „Schrein“ entfernt

Kössens Obmann für Kunst, GR Emanuel Daxer ist entsetzt: Erneut wurde das mehrere hundert Kilo schwere Kunstwerk „Schrein“ umgeworfen und beschädigt. Die Skulptur wurde aus Sicherheitsgründen entfernt.

Kössen | Gemeinderat Emanuel Daxer versteht die Welt nicht mehr – erst vor kurzem berichtete der Kitzbüheler Anzeiger ausführlich von den Vandalenankten entlang des Achendammes. Vor allem die Kunstwerke, die aus Fundstücken der ehemaligen Mülldeponie „Auwirtslacke“ entstanden sind, scheinen so manchen ein Dorn im Auge zu sein. 19 Künstler aus fünf Nationen hatten ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und 34 Kunstwerke erschaffen, die entlang des Uferweges aufgestellt wurden. Doch das scheint nicht jedem zu gefallen. Vor allem das Kunstwerk „Schrein“ von Josef Huber, das vor allem als Symbol der Zusammenführung aller Religionen der Welt gilt, schien es den bisher noch unbekannten Vandalen angetan zu haben.

Blinde Zerstörungswut
Im Laufe der letzten Monate war das Kunstwerk immer wieder Ziel dieser blinden Zerstörungswut. Auch vergangene Woche wieder.
Bürgermeister Reinhold Flörl sah, dass das Kunstwerk einmal mehr umgeworfen wurde und hat es daher entfernen lassen,“ informiert Daxer. Das Risiko war offenbar zu groß, dass sich jemand verletzen könnte. „Vermutlich kann es sich hier nur um Kunstgegner handeln oder um Personen, die ihre Muskelkräfte nicht anders zu kanalisieren wissen“, sagt Daxer, der kein Verständnis für diese blinde Zerstörungswut hat.

Hoher Schaden
Hier sollte man auch bedenken, so der Gemeinderat, dass solche Gewaltakte Kosten mit sich bringen, die dann die Gemeinde für die Wiederherstellung berappen muss. „Dieses Geld wäre sicherlich besser für soziale Zwecke eingesetzt“, sagt Daxer. Immerhin liegt der Schaden bei der Beleuchtung bei etwa 200 Euro, jener am Objekt bei rund 1.500 Euro, weiß der Gemeinderat. Von dem Täter fehlt bisher noch jede Spur. Daxer setzt auf Beobachtungen durch Zeugen und bittet diese, sich in jedem Fall bei der Polizei zu melden, wenn sie etwas beobachten. Margret Klausner

Bild: Das Kunstwerk „Schrein“ wurde mehrmals mutwillig umgeworfen und zerstört. Jetzt wurde es im Auftrag des Bürgermeisters entfernt. Foto: Daxer

 
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