21.06.2017
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Mobilitätsdrehscheibe in Kitzbühel

Kundenfreundlicher, klar strukturiert und modern soll sich nach dem 2012 komplett umgebauten Bahnhof in Zukunft auch der Bahnhofsvorplatz in Kitzbühel präsentieren.

Kitzbühel | Dazu gehört die Errichtung einer 2.300 Quadratmeter großen, flächigen Park & Ride-Anlage, welche bereits seit März 2017 provisorisch benutzbar ist. Bis zum Ende der Bauarbeiten am Vorplatz werden die Busse noch dorthin umgeleitet, deshalb ist derzeit nur ein Teil der Stellplatzkapazität verfügbar; der Individualverkehr wird durch die immer nur kleinräumigen Sperren nicht behindert.

Die Benutzung der neuen, attraktiven Parkfläche mit 63 Stellplätzen (davon vier Plätze für Kunden mit Mobilitätseinschränkung) ist kostenlos und darf ausschließlich von Bahnkunden benutzt werden; ein entsprechender Fahrscheinautomat befindet sich auf der Anlage.

Das Investitionsvolumen beträgt eine halbe Million Euro und wird zu 50 Prozent von der ÖÖB Infrastruktur AG und zu jeweils 25 Prozent vom Land Tirol und der Stadt Kitzbühel übernommen.

Vorplatz mit zentraler Bus-Insel entsteht

In der nun laufenden Bauphase wird der Vorplatz um zwei Millionen Euro neu gestaltet. Auf einer Fläche von 3.500 Quadratmetern wird eine zentrale Bus-Insel mit überdachten Bussteigen und neun Busstellplätzen errichtet. Der Innenbereich des Terminals wird mit gepflasterten Steinen, bepflanzten Bereichen und Sitzbänken kundenfreundlich gestaltet so wie mit einem modernen Infosystem mit Echtzeitanzeige ausgestattet – die digitalen Fahrplananzeiger verfügen über eine Sprachfunktion, welche mittels Knopfdruck die nächsten ankommenden Busse ansagt. Eine weitere Hilfe für sehschwache Fahrgäste wird das in Zukunft auf dem gesamten Vorplatz herrschende taktile Leitsystem darstellen.

„Ein wesentliches Ziel dieser Umgestaltung ist die Entflechtung der bisher vermischten und ungeordneten Verkehrssysteme am Vorplatz“, erklärt Günter Oberhauser, Leiter Projektmanagement bei der ÖBB Infrastruktur AG.

Der Bereich für Taxis, Autos und Busse wird durch die klare Trennung von öffentlichem und Individualverkehr nun entwirrt. Dazu gehören auch ein eigener Taxibereich sowie sechs Kurzparkplätze und ein weiterer Stellplatz für Menschen mit Mobilitätseinschränkung. Auch diese Bereiche sind provisorisch bereits nutzbar, die Ausrüstung (Beleuchtung, Markierungen etc.) wird auf dem gesamten Vorplatz zusammen installiert werden.

„Die klare Trennung bringt den Reisenden eine spürbare Verbesserung. Die Wege werden kürzer, alles ist klar strukturiert und kundenfreundlicher“, freut sich Oberhauser auf die geplante Eröffnung im September.

 

 
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