23.10.2021
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Mit Mut mehr Geld im Börserl

Den ersten Vorgeschmack auf den Winter gab es bei der Vollversammlung des Tourismusverbandes Wilder Kaiser in Ellmau. Mit der Gondel ging es hinauf auf den Bergkaiser. Dort konnte man den ersten Schnee sehen.

Going, Ellmau | Passend zum Wetter folgte auch die Rückschau auf ein ungewohntes Tourismusjahr mit einem positiven Ausblick in die Zukunft. Mit dem bisherigen Sommer ist man sehr zufrieden. „Wir kratzen an der 1-Mio.-Marke“, sagt TVB-Obmann Johannes Adelsberger und hofft weiterhin auf einen guten Verlauf der Saison. Dies gibt durchaus auch Hoffnung für den kommenden Winter. Die Touristiker zeigten sich positiv gestimmt. „Der TVB hat die Krise gut gemeistert. Wir haben es hinter uns“, meint Geschäftsführer Lukas Krösslhuber.

Die Vorbereitungsphase für den Winter läuft, ohne Verordnung ist die Organisation jedoch schwierig. „Ich habe 35 Fragen zum Testen an das Land Tirol geschickt. Die Beantwortung fehlt noch.“ Krösslhuber ist jedoch guten Mutes: „Wir haben gute Partner und wir werden es sicher auf die Reihe bekommen“, ist sich der TVB-Geschäftsführer sicher, denn die Gäste wollen heuer unbedingt Skifahren.
Bei der Sitzung aller Tourismusverbände in Tirol, die einen Tag vorher stattgefunden hat, wurde laut Adelsberger festgehalten, dass alle Gäste bei Anreise getestet sein müssen.

Mut zum Preis lautet die Devise
Interessante Zahlen für die zahlreich erschienenen Vermieter im Gepäck hatte Thomas Steiner von der Tourismusconsultingagentur Kohl und Partner.  Zum Thema „Preis- Lockdown, nein danke“, referierte er und machte Mut für eine Preissteigerung. „Rund sieben Prozent mehr können die Vermieter verlangen und auch bei Zimmerreinigung und Hunden können die Preise angehoben werden“, sagt Steiner und bezieht damit den Weg in der Strategie 2024 indem eine höhere Wertschöpfung pro Bett erreicht werden soll und dem weiteren Bau von Hotels eine Absage erklärt wird, mit ein. Weiters ist das Ziel für 2022, wieder zu den gewohnten Stornobediengungen zurückzukehren. Flexibilität wird auch in Zukunft gefordert.

Verdoppelung der Rücklagen
Die Einnahmen lagen bei 8,51 Mio. Euro. Die fehlenden Pflichtbeiträge in der Höhe von rund 1,8 Millionen Euro konnten durch Förderungen seitens des Landes und mit Einsparungen innerhalb des Teams (Kurzarbeit) bewältigt werden und so steht Ende 2020 ein Überschuss von 1,42 Mio. Euro fest. Somit haben sich die Rücklagen des Verbands auf 2,9 Millionen Euro verdoppelt. „Es ist gespart worden bei den Ausgaben und vom Land Tirol haben wir viel Geld bekommen“, erklärt TVB-Geschäftsführer Lukas Krösslhuber das Ergebnis und ergänzt, dass es keine langjährigen Vereinbarungen gegeben hat und beispielsweise durch den Ausfall der Skisaison keine Winterwerbung gemacht wurde. Zudem war die Budgetdisziplin der Orte sowie der Teamleiter ein Grundstein für den Erfolg. Vorsichtig budgetiert wurde für das kommende Jahr. Ein- und Ausgaben sind bei 7,24 Mio. Euro angesetzt. Verena Mühlbacher

Bild: Seit 30 Jahren ist Josef Adelsberger (li.) beim TVB Wilder Kaiser als Obmann an vorderster Front, seit zehn Jahren bildet er mit Geschäftsführer Lukas Krösslhuber ein gutes Team. Foto: Mühlbacher

 
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