11.06.2018
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Maßnahmen werden notwendig

Mit einigen Kosten hat die Stadt Kitzbühel beim Schwarzsee zu rechnen, dabei geht es aber nicht um die Ausgaben für das städtische Bad, sondern um Investitionen beim Bootshaus oder bei den Unterspülungen.

Kitzbühel | Die Nachrichten, die Schwarzseereferent Georg Hechl dem Kitzbüheler Gemeinderat bei der Sitzung am 28. Mai überbrachte, waren nicht sonderlich erfreulich, denn für das städtische Naherholungsgebiet muss die Stadt demnächst finanzielle Mittel freimachen.

Der Kitzbüheler Schwarzsee ist am Wachsen. Unterspült werden die Platten bei der Bootsanlegestelle, teilweise reicht das sogar bis zur Straße. „Da kommt in den nächsten Jahren einiges auf uns zu“, sagt Hechl, denn es herrscht schon jetzt Handlungsbedarf. Der See dehnt sich aber nicht nur zur Straße hin aus, sondern auch im Bereich der städtischen Badeanlage. Grünen-Gemeinderat Georg Hechl sieht hier schwimmende Einstiege für die Badegäste als optimale Lösung.

Biber sind nun wieder am Ostufer

Während sich auf der einen Seite der See ausdehnt, wird auf der gegenüberliegenden Seite gebaut, zwar nicht vom Mensch, aber von den Bibern. „Man kann davon ausgehen, dass sich am Schwarzsee vier Biber befinden“, erzählt Hechl. Ihren Wirkungskreis haben die Nagetiere wieder an die Ostseite des Sees verlegt – an jenen Ort, wo sie ihren ersten Bau errichtet haben. „Die Schäden durch die Biber halten sich Grenzen“, berichtet Hechl, der es auf die  gesetzten Maßnahmen, wie Gitter und Verbissschutzmittel, zurückführt. Zudem wurden bereits die ersten Schautafeln aufgestellt, die die Besucher des Schwarzsees über die geschützten Tiere informieren.

Helfende Hände sind herzlich willkommen

Ebenso nicht wirklich erwünschte Gäste am Kitzbüheler Schwarzsee sind das Springkraut und Neophyten. Drei Arten haben sich am See angesiedelt – das Himalaya Springkraut, die kanadische Goldrute und der Knöterich. „Nicht alle Pflanzen sind schädlich, etwa nur 15 Prozent“, klärt Hechl auf. „In den vergangenen Jahren konnten wir bei der Bekämpfung auf die Unterstützung der Asylanten zählen, die sind jetzt leider nicht mehr da“, sagt Hechl. Nun plant man eine Aktion mit der NMS Kitzbühel. Die dritten Klassen der Schule bekämpfen das Springkraut – Unterstützung aus der Bevölkerung ist zudem herzlich willkommen. Termin ist am 29. Juni.

Bootshaus droht zu verlanden

Ein Problem, das es zu lösen gilt, tut sich auch beim Bootshaus auf. Es droht zu verlanden und weißt fast keinen Wasserstand mehr auf. Auch hier müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Hoffen auf ein gutes Miteinander

Gesetzlich gibt es kein Radfahrverbot rund um den Kitzbüheler Schwarzsee. Aus diesem Grund wurden auch die beiden Verbotstafel demontiert. „Wir probieren jetzt einfach mal, ob ein Miteinander möglich ist“, sagt Hechl, der zwar Probleme im Bereich des Holzsteges sieht, mit entsprechender, gegenseitiger Rücksichtnahme könnte es aber funktionieren.

Gegen die mehrspurigen Fahrzeuge, die ebenfalls die Wege rund um den Schwarzsee nutzen geht man nun aber vor. Die Zufahrt, wird mit Pfosten verhindert.

Für eine bessere Kontrolle der Leinenpflicht und Hunde­sackerl-Verordnung sprach sich der Kitzbüheler Gemeinderat aus. „Ich werde die Bergwacht um verstärkte Kontrollen bitten“, sagte Grünen-Gemeinderat Georg Hechl. Elisabeth M. Pöll

 
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