17.10.2018
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MENSCHEN IM BLICKPUNKT: Heinz Kienpointner

Langzeit-Bürgermeister und Tourismus-Chef, Fußball-Präsi, Skischulgründer, Multi-Unternehmer: Mit der Ernennung zum Ehrenbürger wurde Heinz Kienpointner Dank und Anerkennung für seine Verdienste um die Gemeinde Waidring ausgesprochen.

Waidring | Die höchste zu vergebende Auszeichnung einer Gemeinde wurde vor Kurzem einem Mann zuteil, der die Entwicklung seines Heimatortes jahrzehntelang entscheidend mitgeprägt hat. Die Freude über die verliehene Ehrenbürgerschaft steht Heinz Kienpointner ins Gesicht geschrieben. „Ich war mit Leib und Seele Bürgermeister“, resümiert er, „es war die schönste Zeit in meinem Leben.“ Trotzdem war er 2010 wohlüberlegt von der politischen Bühne abgetreten, um sich nach 21 Jahren im Bürgermeisteramt und insgesamt 37 Jahren in öffentlichen Tätigkeiten vermehrt seiner Familie widmen zu können. Diesen Entschluss, so sagt er heute rückblickend, habe er nie bereut.  

Innerhalb der ÖVP wurden  Kienpointner immer wieder Chancen für einen politischen Aufstieg eingeräumt – für ihn kein Thema: „Ich wollte in Waidring Bürgermeister bleiben, für die Menschen da sein, und das über alle Parteigrenzen hinweg.“ Nachsatz: „Ein braver Parteisoldat war ich sowieso nie.“

Bild: Ungewöhnliches Trio: LH Günther Platter, Wolfgang Ambros und Heinz Kienpointner. Foto: Landespressedienst Tirol

Als hartnäckiger Verhandler  bekannt und von vielen als  „Macher“ bezeichnet, strebte er stets danach, seinen Heimatort „vorwärts zu bringen“, Projekte durchzusetzen und dabei auch die Kritiker – egal welcher Couleurs – zu überzeugen. „Es ging mir immer um die Sache, aber nie um Parteiinteressen. Ich wollte nicht verwalten, sondern bewegen“, betont der Alt-Bürgermeister. Ähnlich gelagert sind auch seine Ambitionen für den Tourismus: Zunächst als Werbereferent, und später zwölf Jahre als Obmann des örtlichen Fremdenverkehrsverbandes, verstand er sich als Tourismus-Botschafter; stets bemüht, im Ausland auf den kleinen Tiroler Ferienort aufmerksam zu machen und mit Hilfe von damals ungewöhnlichen Werbeaktionen, etwa Skiunterricht auf holländischen Kunstskibahnen im Sommer, neue Gäste anzulocken. 1983 erwarb er mit Hotelier Martin Unterrainer und der Steinplatten GesmbH den finanziell maroden Hausberglift, der bis heute den heimischen Kindern als Trainings- und Gästen als Übungswiese mitten im Dorf erhalten geblieben ist. In seinem Brotberuf als Unternehmer gründete er die erste Skischule Waidrings und zwei Sportgeschäfte. Mit Austropopper Wolfgang Ambos errichtete er die legendäre Disco Number 1, die bis 2010 bestand. Mit Ambros, der sich mittlerweile dauerhaft in Waidring niedergelassen hat, verbindet ihn seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft. Heinz Kienpointner hat sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen, doch sein Herz wird, wie er betont, immer für Waidring schlagen. 
Alexandra Fusser

Biografie
Am 24. Juni 1947 im Haus „Geisl“ in Waidring geboren, besuchte Heinz Kienpointner nach der Volksschule ein Realgymnasium in Salzburg. Nach der Matura absolvierte er die staatliche Skilehrerausbildung, gründete 1973 die Skischule Waidring, 1981 das Waidringer Reisebüro samt Sportgeschäft und Skiverleih. Seit 1983 ist er Miteigentümer und Geschäftsführer des Hausbergliftes im Ortszentrum, 1984 errichtete er mit Wolfgang Ambros die Disco „Number 1“, 1987 und 1991 erweiterte er sein Unternehmen.   
Ab 1973 Werbereferent im TVB, dann 12 Jahre dessen Obmann (1977 - 1989); Geschäftsführer  der Freizeitzentrum GmbH (1976 - 1989), Obmann des Sportklub Waidring (1986 - 1997) sowie 21 Jahre VP-Bürgermeister (1989 - 2010). Heinz Kienpointner ist verheiratet und Vater dreier Söhne.

 
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