07.02.2017
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Loipenverbindung ist unrentabel

St. Johann und Going sind seit mittlerweile drei Jahren nicht mehr durch eine klassische Loipe verbunden. Als Grund wird vom Tourismusverband der Kosten-Nutzen-Faktor genannt.

Going, St. Johann | Endlich einmal ein Winter mit viel Schnee im Tal, der das Herz eines jeden Langläufers höher schlagen lässt. Für Verwunderung sorgte bei Kitzbüheler Anzeiger Lesern deshalb, dass es keine Loipenverbindung von St. Johann nach Going gibt. „Wir spuren schon seit drei Jahren nicht mehr. Wir müssten hier eine Schleife ziehen, die sich vom Kosten-Nutzen-Faktor nicht rechnet“, klärt Johannes Adelsberger, Obmann vom Tourismusverband Wilder Kaiser, auf und verweist auf eine andere Möglichkeit: „Langläufer können auf den Winterwanderweg ausweichen und dann wieder in die Loipe einsteigen.“

„So gut wie keine Beschwerden“

Beschwerden über die fehlende Verbindung gäbe es nur noch selten. „Klar gab es am Anfang einen kleinen Aufschrei, aber wir erklären es den Leuten. Das Angebot ist sonst auch noch groß genug“, betont Adelsberger. Ins selbe Horn stößt der Geschäftsführer vom Tourismusverband St. Johann, Gernot  Riedel,: „Ich würde mir eine Verbindung zwar wünschen, Beschwerden gibt es aber auch bei uns sehr selten.“

Beim Thema Nutzungsgebühr sind sich die benachbarten Verbände jedoch völlig einig. Die Loipen sollen nach wie vor kostenlos angeboten werden. „Hier etwas zu verlangen wäre der falsche Weg. Wir sehen das als wichtige Dienstleistung“, erklärt TVB-GF Riedel. Sein Kollege aus Going fügt hinzu, dass es auch mit den Kontrollen schwer werden würde. „Bei so einem umfangreichen Netz mit vielen Zustiegsmöglichkeiten wäre der Kontrollaufwand wahrscheinlich höher als die Einnahmen“, gibt Adelsberger zu Bedenken.

Skiwanderweg anstelle von Skatespur in Going

Generell beschreitet der Tourismusverband Wilder Kaiser in Sachen Loipen andere Wege. So gibt es in Going neben der klassischen Spur keine eigene Skatespur. „Wir haben präparierte Skiwanderwege, d.h.: der Weg kann von Langläufern und den Spaziergängern genutzt werden“, erklärt Adelsberger.

Sogar Hunde sind auf den Skiwanderwegen erlaubt. „Die Spaziergänger sind klar in der Überzahl. Gröbere Probleme zwischen den Langläufern und den Spaziergängern hat es noch nie gegeben“, so Adelsberger. Johanna Monitzer

Bild: Beim TVB Wilder Kaiser setzt man in Going auf Skiwanderwege, wo Spaziergänger und Langläufer aufeinandertreffen. Foto: TVB, Adelsberger

 
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