22.08.2017
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Leukental spart Energie

Die nachhaltige Verbesserung des Energiehaushaltes in den sieben Gemeinden des Leukentals ist das Ziel der Klima- und Energiemodellregion Leukental. Nach der Analyse des Energieaufwandes gilt es nun, Maßnahmen im öffentlichen Bereich umzusetzen und der Bevölkerung Angebote für Energieeinsparungen zu präsentieren.

Reith, Leukental | 14.000 Haushalte mit 28.000 Einwohnern hat der Planungsverband Leukental, der die Gemeinden Jochberg, Aurach, Kitzbühel, Reith, Oberndorf, St. Johann und Kirchdorf umfasst. Im privaten Bereich liegt der Energiebedarf dieser sieben Gemeinden bei 350 Millionen Kilowattstunden allein bei der Wärme. Die 80 öffentlichen Gebäude verbrauchen für Wärme 10 Millionen Kilowattstunden und noch 600 Millionen Kilowattstunden an Strom. „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, vom Lampentausch bis hin zur Isolierung, Energie einzusparen“, weiß KEM-Manager Christian Astl und auch die Gemeindeführungen der einzelnen Orte. Deshalb entschloss man sich zur Klima- und Energiemodellregion zu werden, um mit Aktionen und Maßnahmen den Energieverbrauch zu senken.

Nach einer Analyse in der Region startet nun die zweijährige Umsetzungsphase, wie Stefan Niedermoser vom Regionalmanagement in einem Pressegespräch erklärt. „Für die dreijährige Periode haben wir 120.000 Euro zur Verfügung, mit denen wir Informationen zum Thema Energiesparen, Maßnahmen aufzeigen und beraten können. Direkte Förderungen gibt es von der KEM nicht“, erzählt Christian Astl. Finanziell unterstützt werden die Projekte von anderen Förderstellen, die auf der Homepage www.kem-leukental.at aufgelistet sind.

Von der Lampe bis zur Fassade

Großes Potential für Einsparungen gibt es im Bereich der Beleuchtung. „Durch den Wechsel auf LED-Lampen kann man bis zu 35 Prozent Strom bei der Beleuchtung einsparen“, erzählt Astl und verweist in diesem Zug auf den „Lampenkoffer“, mit dem man die verschiedensten Lampenmodelle im eigenen Haushalt austesten kann. Aber auch bei den Straßenlaternen kann durch die Umstellung auf LED-Lampen viel Energie gespart werden. Angeboten wird auch ein Solaranlagencheck und ein Stromkostenmessgerät. „Die Erfahrung zeigt, dass bei älteren thermischen Solaranlagen ihr mögliches Ertragspotential nicht voll ausgeschöpft wird. Die Gründe dafür reichen von verrutschten Temperaturfühlern bis zu einer defekten Umwälzpumpe“, erklärt Christian Astl. Wer Stromfresser ausfindig machen will, kann einfach mit dem Stromkostenmessgerät, das zwischen Gerät und Steckdose angesteckt wird, die Energieverschwender aufdecken.

In den Wintermonaten gibt es zudem noch die Möglichkeit von Thermografie-Aufnahmen. Die Beratungsstellen informieren unabhängig von Produkten und Firmen wie effektiv und sinnvoll Energie eingespart werden kann. In Kitzbühel befindet sich die Energieberatungstelle in den Räumlichkeiten der Stadtwerke und in St. Johann in den Räumlichkeiten der Ortswärme. Alle Informationen gibt es unter www.kem-leukental.at
Elisabeth M. Pöll

Bild: KEM-Manager Christian Astl, Planungsverband-Obmann und Bürgermeister von Reith Stefan Jöchl sowie Stefan Niedermoser, Regionalmanagement, (v.l.) informieren über die Möglichkeiten, Energie zu sparen. Foto: Pöll

 
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