23.11.2020
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Lehrgang mit Flexibilität bestanden

Alle Jahre wieder findet der Bezirksgrundlehrgang für angehende Feuerwehrmänner und -frauen im Bezirk statt. Die Voraussetzungen heuer waren speziell, viel Kreativität war bei der Abhaltung der Kurse gefragt. Schlussendlich zählt der Erfolg: alle 46 Teilnehmer im Bezirk haben die Prüfung bestanden.

Kitzbühel, Bezirk | Maskenpflicht und keine Menschenansammlungen, schwieriger könnten die Bedingungen für einen Ausbildungskurs nicht sein. Der Bezirksfeuerwehrverband ließ sich aber nicht abschrecken und somit konnten 46 Feuerwehrkollegen den Bezirkslehrgang besuchen. „Es stand die Absage des Lehrgangs im Raum“, gibt Andreas Schroll, Bezirks-Feuerwehrkommandant, einen Einblick in die Planungen. Jedoch machte die im Oktober geltende gesetzliche Regelung die Abhaltung möglich.

Verändert hat sich dabei der Unterricht. Anstatt an zwei Samstagen, wo sich die ganzen Anwärter in Kirchberg zur Praxis und Theorie trafen, gab es nun mehrere Premieren. Der Praxiskurs fand Ende Oktober statt. Fünf Feuerwehren übernahmen die Ausbildung, damit nur wenige Mitglieder zusammenkamen. Unter strengen Hygienebedinungen wurde der Praxiskurs durchgeführt. Gelehrt wurden die „Löschgruppe“, die „Zubringerleitung“ sowie „Schiebe- und Strickleitern.“

Theorie-Prüfung mit Online-Test
Eine Woche später stand das Kursende im Raum, da die geplante theoretische Prüfung in der Arena365, aufgrund der gesetzlichen Regelungen, nicht mehr stattfinden konnte. „Gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband haben wir ein Pilotprojekt gestartet“, schildert Schroll. Die Teilnehmer mussten die Themen „Absichern der Einsatzstelle“, „Verhalten im Feuerwehrdienst“, „Gefahren an der Einsatzstelle“, „Unfallverhütung“ sowie „Sonderfahrzeuge“, selbst per E-Learning zu Hause erlernen. Unterstützung per Mail erhielten sie von Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Mitterer die ganze Woche über. Die Tests mussten dann per Computer via „Moodle“ in einer bestimmten Zeit ausgefüllt werden.

Voraussetzung für weitere Kurse
Der Bezirksgrundlehrgang bildet die Voraussetzung für Weiterbildungen an der Landesfeuerwehrschule. Das Ziel, diese auch im kommenden Jahr belegen zu dürfen wurde erreicht. Dem Bezirksausschuss war es ein Anliegen, den Lehrgang durchzuführen, damit die Feuerwehrmitglieder nicht ein Jahr ihrer Ausbildung verlieren. Sobald die Landesfeuerwehrschule wieder in Betrieb geht, können die Feuerwehrmänner und -frauen den Grundlehrgang in Telfs fortsetzen.

Ungewohnte und schwierige Situation
Sehr ungewohnt und schwierig beschreibt Schroll die Durchführung des Kurses und betont, dass dies eine Notlösung war und auch bleiben soll: „Ein Vortrag ist besser in der Praxis, da dort sofort auftauchende Fragen beantwortet werden können.“, erklärt er einen entscheidenden Vorteil. Flexibilität war nicht nur von den Kursteilnehmern, sondern auch von den Lehrenden gefordert, die sich schlussendlich bezahlt gemacht hat.
Alle Teilnehmer haben den Kurs erfolgreich bestanden,  und im Vergleich zu den vergangen Jahren gab es heuer auch noch mehr Kursteilnehmer als im Durchschnitt. „Wir haben keine Nachwuchssorgen“, freut sich der Bezirksfeuerwehrverband und gratuliert allen zur Prüfung. KA, veh

Bild: Trotz den ungewohnten Bedingungen ließen sich die Teilnehmer den Spaß nicht nehmen.Foto: Mitterer

 
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