Kitzbüheler Anzeiger
09.03.2023
News  
 

Lara Wagner auf dem Weg zur Spitze

Die 20-jährige K.S.C.-Athletin Lara Wagner ist eine große Nachwuchshoffnung im österreichischen Biathlon. Im Februar erreichte sie ihren bisher größten Erfolg, sie wurde in Lettland Jugend-Europameisterin im Sprint.

Kitzbühel - Shchuchinsk (KAZ) | Aktuell befindet sich Lara Wagner bei der Biathlon Junioren Weltmeisterschaft in Kasachstan, die für sie mit einem sechsten Platz in der Mixed-Staffel gut begonnen hat.

Lara, zuerst einmal Gratulation zum EM-Titel? Wie ist es dazu gekommen?
Danke! Es war ein wirklich brutaler Tag. Ich habe über die letzten Rennen schon gemerkt, dass ich recht gut in Form bin und ich konnte auch immer gute Ergebnisse erzielen. An diesem Tag, beim Sprint der Junioren-EM in Madona/Lettland hat dann alles perfekt zusammengepasst. Die Skier waren totale Raketen, die Strecke mit vielen Anstiegen hat mir getaugt. Bei harten Schneebedingungen mit Regen und Wind habe ich mich bereits auf der Strecke sehr stark gefühlt. Als ich dann auch noch 0/0 geschossen habe, wusste ich, dass es ein sehr gutes Rennen werden wird. Dass es dann wirklich für die Goldmedaille gereicht hat, habe ich selber fast nicht glauben können.

Wie sieht der Trainingsalltag einer Nachwuchs-Biathletin aus?
Im Sommer bin ich die meiste Zeit an meinem Trainingsstützpunkt in Hochfilzen. Dort trainiere ich gemeinsam mit meinen Freundinnen und den Trainern Reini und Hannes in der Trainingsgruppe 2 des ÖSV. Wir trainieren zweimal am Tag. Das vielfältige Programm umfasst Berg- und Skitouren, Laufen, Langlaufen, Skirollern, Radfahren, Krafttraining und Schießen. Heuer waren wir auf Trainingskursen in Martell (Italien) und regelmäßig in Obertilliach, was ich besonders gerne mag.

Du bist beim Bundesheer, findest du da gute Trainingsmöglichkeiten vor?
Das Bundesheer ist mein Arbeitgeber und unterstützt mich als Heeressportlerin. Das finde ich sehr cool. Ich bin am Stützpunkt Hochfilzen stationiert.Das ist optimal, da sich hier gleichzeitig mein Trainingsstützpunkt befindet. Es wird mir eine Schlafmöglichkeit geboten, gekocht und gegessen wird gemeinsam mit den anderen Sportlern. Das ist immer richtig nett und wir haben dort eine tolle Gemeinschaft mit vielen Freundschaften.

Wie bist du zum Biathlon gekommen?
Ich war schon immer total sportbegeistert. Vor allem meine Großeltern und Eltern haben mich dabei von Anfang an unterstützt. Während meiner Zeit als begeisterte Triathletin hat mich Manfred Bachmann (K.S.C.-Biathlonreferent) zum Kinder-Biathlon mitgenommen.
Daraufhin habe ich das Langlaufen ausprobiert und beim Kitzbüheler Ski Club von Ski Alpin zu den Langläufern gewechselt. Die Trainer haben die Trainings cool und lustig gestaltet, sodass mir das Training extrem viel Spaß machte. Mit 14 bin ich dann ins Sportgymnasium nach Stams gegangen. Das war zu Beginn hart, weil ich großes Heimweh hatte.

Mein allererstes Biathlonrennen war in Erpfendorf. Ich konnte weder langlaufen noch schießen und so bin ich fast Letzte geworden. Mit dem K.S.C. bin ich auch heute noch sehr eng verbunden. Ich habe mit meinen damaligen Trainern Manfred und Toni noch guten Kontakt. Mit dem sportlichen Leiter, Seppi Eberl, tausche ich mich immer wieder sehr gerne aus.

Was machst du neben dem Biathlon gerne?
Andere Sportarten, wobei mir alles in den Bergen Spaß macht. Im Sommer liebe ich es zu wandern oder einen Klettersteig zu gehen. Im Winter bin ich so oft es geht auf Tourenski unterwegs. Neben dem Sport backe und koche ich sehr gerne. Ich bin eine leidenschaftliche Kaffee-Liebhaberin. Es gibt keine bessere Erholung für mich, als zuhause bei einem guten Kaffee mit meinen Eltern zu plaudern.

Was möchtest du in deiner Karriere noch erreichen?
Ich möchte mich kontinuierlich verbessern, sodass ich irgendwann den Sprung an die Spitze schaffe. Mein Ziel für die nächsten Jahre ist, im IBU-Junior- und IBU-Cup gute Ergebnisse zu erzielen, um dann hoffentlich irgendwann auch bei einer WM oder Olympiade vorne mitmischen zu können. Das Gespräch führte Armin Hoyer

Bild: Jugend-Europameisterin Lara Wagner. Foto: Mathieu Garcia

 
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