29.11.2021
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Knapp über 62 Prozent im Bezirk sind geimpft

Erst-, Zweit- und Boosterimpfung: Die Nachfrage  hat sich im Impfzentrum in Kitzbühel aufgrund des Drucks der Bundesregierung verdoppelt. Im BKH in St. Johann wurden die ersten Kinder geimpft.

Bezirk | Laut dem Gesundheitsministerium verfügen derzeit  40.547 Menschen mit Hauptwohnsitz im Bezirk Kitzbühel über ein gültiges Impfzertifikat. Das entspricht einer bezirksweiten Impfquote von 62,69 Prozent (Stand Montag, 22. November). Wohl ein Grund dafür: Die Bundesregierung hat neben dem Lockdown als weiterem Instrument, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen, eine Impfpflicht ab Februar angekündigt.

612 Menschen holten sich Stich am Freitag
Fünf Ärzte waren am Donnerstag und Freitag im Impfzentrum in Kitzbühel im Dauereinsatz. Die Warteschlangen waren wieder lange. 612 Impfungen wurden im Impfzentrum alleine am Freitag verabreicht. „Die Nachfrage hat sich verdoppelt. Die Wartezeiten entstehen dadurch, dass so viele kommen, ohne sich anzumelden“, berichtet die zuständige GRin Hedwig Haidegger.
Die impfwilligen Menschen sind aber durchaus geduldig, wie Haidegger erzählt: „Die meisten sind einfach nur froh, dass sie nun geschützt sind. Einen großen Teil der Stiche macht auch schon die Boosterimpfung aus.“ Haidegger bittet darum, sich über die Internetseite www.tirolimpft.at anzumelden, um einen geregelteren Ablauf zu ermöglichen.

Impfbus war überlastet, Not-Impfstelle installiert
Das selbe Bild in St. Johann: Der Andrang beim Impfbus der Wirtschaftskammer am Nothegger-Parkplatz war am Montag derart groß, dass eine Not-Impfstelle installiert werden musste. Innerhalb kürzester Zeit wurde im Bezirkskrankenhaus eine Impfstraße aktiviert, um dem Andrang Herr zu werden. Am Montagvormittag wurden allein in St. Johann 300 Menschen geimpft.
Und es geht weiter: Der 1. Advent, 28. November, wird zum „Impfsonntag“. Im Impfzentrum in Kitzbühel werden am Vormittag die Angemeldeten geimpft, am Nachmittag kann man sich wieder ohne Anmeldung impfen lassen.

169 Kinder in St. Johann am Samstag geimpft
Die erste Kinderimpfstraße Westösterreichs zur Covid-19-Schutzimpfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren wird im Bezirkskrankenhaus in St. Johann angeboten. Beim ersten Termin am Samstag war das Interesse groß, wird berichtet. 169 Kinder wurden geimpft. Familien aus ganz Tirol, aber auch aus anderen Bundesländern kamen zur ersten Schutzimpfung ihrer Kinder – obwohl die EU-Zulassung zu diesem Zeitpunkt noch ausstand. „Schon vor Ort haben viele Familien ihrer Erleichterung Ausdruck verliehen, aber auch per E-Mail”, berichtet Prim. Univ.-Doz. Dr. Franz-Martin Fink, Leiter der Kinder- und Jugendheilkunde.

Kindgerechtes Impfen  – in Kitzbühel in Planung
Prim. Fink plädiert für die Einrichtung von Kinder-Impfstraßen, in denen kindgerechtes Impfen gewährleistet ist. „Man muss ja davon ausgehen, dass sich bis Ostern nahezu alle Kinder infiziert haben werden. Ein kleiner Teil davon wird ernsthaft krank werden. Daher überwiegt nach Ansicht vieler Experten in der gegenwärtigen Phase der Pandemie auch für Kinder ab fünf Jahren der Nutzen einer COVID-19-Schutzimpfung im Vergleich zu mögliche Restrisiken.“
Eine solche Kinder-Impfstraße mit Kinderärzten ist im Kitzbüheler Impfzentrum in Planung. „Wir möchten alles daran setzen, um den Kindern und Eltern den bestmöglichen Schutz zu geben“, erklärt Hedwig Haidegger.
Der Lockdown soll am 13. Dezember enden. Soll – denn wie man von der letzten Wintersaison gelernt hat (siehe Grafik): fix ist nix. Johanna Monitzer

Quellen: Gesundheitsministerium/AGES - Grafiken: Gianni Ferrandes, Sandra Neumayer

Impfquote in den Gemeinden (Stand Montag, 22. November)
Laut Gesundheitsministerium verfügen mit Stand Montag 40.547 Menschen mit Hauptwohnsitz im Bezirk Kitzbühel über ein gültiges Impfzertifikat.
Impfschlusslichter bilden die Kaiserwinkl-Gemeinden Schwendt (56,44 Prozent) und Kössen (56,89 Prozent). Die höchste Impfquote hat Westendorf mit 68,42 Prozent.

 
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