Westendorf

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Mai 2020 3 Thema Von einer Rückkehr zum „normalen“ Leben konnte auch im April keine Rede sein. Ende März wurden sogar noch einige Maßnahmen verschärft. So wurde in den Supermärkten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht, ebenso in den öffent- lichen Verkehrsmitteln. Die Quarantänebestimmungen in Tirol blieben bis Diens- tag vor Ostern aufrecht, für das Paznaun, St. Anton und Sölden blieben sie länger bestehen. Bei uns galten anschließend die bundesweiten Ein- schränkungen. Diese wur- den bis Ende April ver- längert, allerdings durften kleine Geschäfte (Elektro- handel, Blumen etc.) nach Ostern aufsperren. Anfang Mai kamen dann die restli- chen Geschäfte und die Ein- kaufszentren dazu. Die Gastronomiebetriebe blieben vorerst weiterhin geschlossen, eine Öffnung (mit Auflagen) wurde für Mitte Mai angekündigt. Das Gleiche gilt für unsere Schulen, die schrittweise ab 18. Mai die Pforten öffnen, wobei der Unterricht bis Juli in einem „Schichtbetrieb“ geführt wird. Anfang April mehrten sich erstmals kritische Stimmen, die die Maßnahmen als „überschießend“ bezeich- neten und eine schnellere Rückkehr zum normalen Leben forderten (siehe auch Seite 9). Am 31.3. konnte Tirol erst- mals einen Rückgang bei den Infizierten melden, es gab an diesem Tag mehr, die wieder gesund waren, als neu Erkrankte. Diese Entwicklung hielt in den folgenden Tagen an und ver- stärkte sich. In Westendorf gab es Ende März mit insgesamt 47 ge- testeten Corona-Fällen den Höhepunkt. Damit hatte Westendorf die meisten In- fizierten im ganzen Bezirk. Bei Drucklegung am 29.4. gab es in unserem Ort nur noch einen einzigen Infizier- ten. Wie wir wissen, sind aber viele Infektionen un- entdeckt geblieben, weil die Symptome wohl nicht deut- lich genug waren. Aufgrund der Corona-Krise mussten alle laufenden Kur- se beendet werden. Wir hoffen, dass es im Herbst wieder unter norma- len Umständen weitergehen kann. Kurse Weiterhin Ausnahmesituation Nach der Aufhebung der Quarantänebestimmungen kurz vor Ostern zog es viele in die Natur (wie hier am Schwarz- see). Das oder der Virus? Der Virus oder das Virus? Offenbar ist bei einem Vi- rus das Geschlecht ebenso wandelbar wie seine Ober- flächenstruktur. Und tat- sächlich: Ein V irus ist nicht nur in medizinischer, son- dern auch in sprachlicher Hinsicht ein Verwandlungs- künstler. Als Fachbegriff fand be- sagter Krankheitserreger zunächst als „das Virus“ Eingang in die deutsche Sprache. Mediziner und Seuchenspezialisten ver- wendeten Virus als Nomen sächlichen Geschlechts und blieben damit sehr nahe am lateinischen Ursprung: Mit dem sächlichen Hauptwort virus bezeichneten die alten Römer Schleim, Saft oder Gift. Doch wie ein Virus passt sich auch eine bildungs- sprachliche Entlehnung all- mählich an ihre neue Um- gebung an. Je häufiger sie in der Alltagssprache verwen- det wird, desto eher wird ihr Geschlecht dem angepasst, was gewohnt und üblich klingt. Da Nomen auf -us meist männlich sind, wurde das Virus allmählich zu „der V i- rus“. Heute existieren in der All- tagssprache beide Formen nebeneinander und beide gelten als korrekt. In der Fachsprache dagegen blieb es bei der ursprünglichen sächlichen Form: „das Vi- rus“. Quelle: Duden Ein aus Steinen geformter Wunsch erfreute zu Ostern am Wohlfühlweg die V orbeikommenden (Foto: S. Holaus).
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