30.04.2019
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Kitzbühel ist nicht „golfmüde“

Keine Nachwuchssorgen hat der Golfsport in Kitzbühel. Mit den „Kidsbühel Future Champions“ wurde bereits 2012 ein Programm gestartet, das Kinder und Jugendliche für den Golfsport begeistert. Konstant, sogar leicht steigend, sind die Mitgliederzahlen bei den vier Clubs und auch touristisch spielt der Golfsport in der Gamsstadt eine wichtige Rolle.

Kitzbühel | Entgegen der medialen Meldungen einer Tageszeitung haben die vier Kitzbüheler Golfclubs keine Nachwuchssorgen. Im Jahr 2012 wurde auf Initiative des damaligen Präsidenten des GC Kitzbühel-Schwarzsee, Manfred Cristelotti und Fritz Fuchs, das Programm „Kidsbühel Future Champions“ gestartet, an dem alle vier Kitzbüheler Golfclubs beteiligt sind. Mittlerweile trainieren 65 Kinder im Alter zwischen vier und 17 Jahren wöchentlich gemeinsam in Kleingruppen unter der fachkundigen Anleitung zweier Golf-Pro‘s, die nach Alter und Leistungsklasse gestaffelt sind.  „Von Mai bis Oktober finden die wöchentlichen Trainings am GC Kitzbühel-Schwarzsee statt. Zudem gibt es für die jungen Golfer eine eigene Turnierserie by Sport Etz, wobei die Sieger zu einem Trainingscamp eingeladen werden“, erzählt GC Schwarzsee-Kitzbühel-Präsidentin Tamara Jenewein. „Es gibt eigentlich österreichweit kein vergleichbares Nachwuchs­projekt. Das Programm wird aber noch weiter ausgebaut werden“, erzählt GC-Schwarzsee-Manager Markus Plamoser und spricht damit die Erweiterung der Turnierserie und auch die Offensive an den Schulen an: „Unser Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen zum Golf zu bringen und auch zu halten“, sagt Plamoser.

Da für die Kinder nur ein geringes Entgelt für die Trainings (100 Euro für die komplette Saison) bezahlt werden muss, wird das Projekt großteils durch Sponsoren und Förderungen sowie durch den Erlös des „Golfballs“, der im Jänner stattfindet, finanziert.

Mitgliederzahlen sind konstant

„In allen vier Kitzbüheler Golfclubs haben wir gemeinsam circa 1.400 Mitglieder“, sagt Martin Kerscher, Präsident des GC Kitzbühel. Sein Club hat sogar eine Warteliste, denn die maximale Mitgliederzahl ist mit 300 Personen beschränkt. Beim GC Schwarzsee-Kitzbühel sind 550 Mitglieder eingetragen, davon 220 Kinder und Jugendliche. „Die Zahl der Mitglieder ist bei uns sogar leicht steigend“, weiß Signe Reisch, Präsidentin vom GLC Rasmushof. Trotz der konstanten Zahlen ist man sich aber der demografischen Entwicklung der Golfer bewusst. „Golf ist ein Sport, den man bis ins hohe Alter betreiben kann. Zudem ist Golf aber auch zeit­intensiv. Viele wollen einfach nicht mehr einen halben Tag am Golfplatz für eine 18-Loch-Runde verbringen, denn die Interessen sind vielfältig“, weiß Signe Reisch. Der Faktor Zeit spielt dabei den 9-Loch-Anlagen in die Karten, denn hier braucht man für das Spiel natürlich weniger lang.
Auf den Golfplätzen sind aber nicht nur Senioren zugange. „Wir haben derzeit keine Lücken in den Altersschichten. Damit sich diese auch nicht in ferner Zukunft auftun, haben wir das Projekt ‚Kidsbühel Future Champions‘ gestartet“, erklärt Plamoser. Mit Schnupper­angeboten über die gesamte Golfsaison will man zudem Anreize für Quer- und Wiedereinsteiger schaffen.

Einmaliges touristisches Golf-Angebot

Der Faktor Zeit hat für die touristische Nutzung der vier Golfanlagen eine ganz andere Rolle. Dem Megatrend „Entschleunigen“ folgend ist Golf genau die richtige Sportart. „Wir bewegen uns wieder in eine Zeit der ‚Langsamkeit‘. Sich Zeit nehmen und Zeit lassen“, weiß Kitzbühel Tourismus GF Viktoria Veider-Walser, die davon überzeugt ist, dass damit der Golfsport an Signifikanz gewinnen kann. Kitzbühel Tourismus will das Angebot mit vier Plätzen sowie zahlreichen weiteren Anlagen im Einzugsgebiet natürlich gut vermarkten. Kitzbühel Tourismus engagiert sich ja schon seit längerem sehr stark im Golf-Segment mit der ARGE Golf, die 15 Mitglieder umfasst, und zudem wird das ganze Jahr über die Golf-Destination Kitzbühel beworben. „Die synergetische Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mitgliedern und den Golfclubs macht uns stark“, weiß Veider-Walser. Aber auch die Kooperationen mit KitzSki für das Thema Ski und Golf sind sehr erfolgreich und runden das Angebot perfekt ab.

Golfregeln wurden modifiziert

Mit dem Start der neuen Golfsaison kommen auch die neuen, modifzierten Golfregeln zur Geltung. „Diese Modifizierung der Golfregeln machen das Spiel deutlich schneller“, erklärt Martin Kerscher und gibt ein Beispiel: „Man muss jetzt beim Putten nicht mehr die Fahne rausnehmen.“

Am GC Kitzbühel (Kaps) und GC Eichenheim hat die neue Golfsaison schon begonnen, am GC Schwarzsee-Kitzbühel hat die Driving Range geöffnet, der Platz wird am 27. April geöffnet. Am Rasmushof kann ab Anfang Mai Golf gespielt werden. Elisabeth M. Pöll

Bild: Martin Kerscher (GC Kitzbühel), Tamara Jenewein (GC Kitzbühel-Schwarzsee), Signe Reisch (GLC Rasmushof), Viktoria Veider-Walser (Kitzbühel Tourismus) und Markus Plamoser (GC Kitzbühel-Schwarzsee). Foto: Pöll

 
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