23.10.2016
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Kitzbühel als Wohlfühl-Oase

Der Global Wellness Summit, die größte und prestigeträchtigste Konferenz der globalen Wellness-Industrie, wurde heuer erstmals in Österreich abgehalten. Vom 17. bis 19. Oktober wurde in Kitzbühel über die Möglichkeiten und Zukunft in dieser Tourismussparte gesprochen. Österreich und im Speziellen Tirol gehören dabei zu den Marktführern.

Kitzbühel | Wellness wurde eigentlich in den Vereinigten Staaten von Amerika erfunden, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern. Eine der Vorreiterinnen zu diesem Thema war Sue Harmsworth, die vor 45 Jahren in Sachen Wellness aktiv wurde. „Damals wurde ich als verrückt erklärt“, erzählt die Amerikanerin bei der Pressekonferenz. „Die Menschen waren damals für Wellness und Wellbeing noch nicht bereit, jetzt sind sie es“, so Harmsworth weiter und gibt sich auch zuversichtlich, denn jetzt ist die perfekte Zeit und Tirol der perfekte Ort, um dieses Thema weiter voran zu treiben.

Der Wellness-Tourismus ist jener Bereich, der sich am stärksten entwickelt hat. Österreichweit lag der Anteil der Wellness-Urlaube im Jahr 2013 bei 32,8 Prozent, im Jahr 2015 bereits bei 36,5 Prozent. Im Durchschnitt gab im Jahr 2015 ein Wellness-Gast 958 Euro für seinen Urlaub aus. Im Vergleich dazu benötige ein „normaler“ Urlauber 615 Euro für seine Erholung.

Österreich im absoluten Spitzenfeld

Die Alpenrepublik ist das perfekte Wellnessland, das spiegelt sich in den verschiedensten Rankings wider. Im weltweiten Vergleich nimmt Österreich den sechsten Platz ein, europaweit liegt Österreich hinter Deutschland und Frankreich an der dritten Stelle.

Tirol hat hohen Anteil am Wellness-Tourismus

Österreich punktet bei den Wellness-Gästen vor allem mit seiner Authentizität, weiß Franz Linser, Co-Vorsitzender Global Wellness Summit. Die Hotels und Ressorts sind in die Landschaft integriert. Für das besondere Wohlfühlgefühl sorgt außerdem noch das Zirbenzimmer oder die Sauna mit Aussicht. Neben den Spa‘s und Thermalbädern bieten zudem viele Hotels einen Wellnessbereich an.

Im weltweiten Vergleich ist Tirol nur ein kleines Segement, im österreichischen Vergleich jedoch verbucht Tirol 46 Prozent des Wellness-Tourismuses. Für Joe Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, sind es die mutigen Schritte der Tiroler, die diese Vormachtstellung brachten. Mit den olympischen Winterspielen 1976 fand die Saunastube den Weg nach Tirol und schon bald folgten die Ruheräume und ein entsprechendes Speiseangebot.

Für Margreiter ist der Wellnessmarkt ein Zukunftsmarkt. Rund ein Fünftel der Tiroler Gäste geben Wellness als einen Mitgrund für den Urlaub in den Alpen an. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Wetterunabhängigkeit. Laut Margreiter ist auch der Ski Plus Tourismus im Wachstum. Nicht mehr nur Skifahren alleine, sondern anschließende Erholung im Wellnessbereich ist angesagt.

Großes Potential für die Region

Der Wellness-Tourismus bietet auch ein großes Potential für die Region. Mit dem Konzept Kitz365 will man seitens von Kitzbühel Tourismus den Ganzjahrestourismus ankurbeln. Erste wichtige Schritte sind getan, weiß Kitzbühel Tourismus Präsidentin Signe Reisch. „Mit 191 Skitagen und 189 Golftagen wird dem Gast schon einiges geboten. Aber auch die frische Luft und das Wellnessangebot der Betriebe verlängern die Saisonen“, erzählt Reisch.

Eine Delegation des Global Wellness Summits besuchte auch die Firma Klafs in Hopfgarten und dort informierten sie sich über innovative Produkte und Angebote des Marktführers für private und gewerbliche Spa-Angebote.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Katherine Johnston, Jürgen Bodenseer, Josef Margreiter, Franz Linser, Sue Harmsworth und Signe Reisch (von links) sprachen beim Global Wellness Summit in Kitzbühel über die Zukunft und die Möglichkeiten im Wellness-Tourismus. Foto: Pöll

 
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