17.05.2017
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Kindergarten wird ausgebaut

Der Erpfendorfer Kindergarten wird in den nächste Monaten deutlich vergrößert – einstimmig beschloss der Kirchdorfer Gemeinderat am Montagabend dafür 150.000 Euro in die Hand zu nehmen.

Kirchdorf | Die Gemeinde am Fuße des Wilden Kaisers wächst und gedeiht – und damit steigt auch der Bedarf an Kindergartenplätzen von Jahr zu Jahr.  Derzeit besuchen 97 Kinder den neuerrichteten Kindergarten in Kirchdorf, 27 Knirpse werden in Erpfendorf betreut. „Derzeit ist es so, dass in Erpfendorf nur eine Gruppe geführt wird, die aber zu klein ist. Daher müssen die Dreijährigen den Kirchdorfer Kindergarten besuchen,“ führte Bürgermeister Gerhard Obermüller in der Gemeinderatssitzung am Montag aus.

Nach einem Jahr in Kirchdorf wechseln sie dann nach Erpfendorf zurück. Das führe naturgemäß zu Unmut bei den Eltern. Überdies sei es derzeit so, dass auch die bisherigen fünf Gruppen in Kirchdorf zukünftig nicht mehr ausreichen. „Wir können eine sechste Gruppe aufmachen, der Platz ist auch vorhanden“, so Obermüller. Es stelle sich jedoch die Frage, ob das Sinne mache.

Genug Platz im Kindergarten vorhanden

Nach zahlreichen Besprechungen in der Gemeinde und mit dem Land habe man sich daher entschieden, in Erpfendorf eine zweite Gruppe zu gründen. Der bestehende Kindergarten, der in einem Teil des leerstehenden Altenwohnheims untergebracht ist, ist dafür aber definitiv zu klein. „Wir haben uns das genau angeschaut. Die beste Lösung ist es, den Kindergarten dort zu erweitern. Platz ist genug vorhanden“, klärte Obermüller seine Mandatare auf. Mit etwa 150.000 Euro schlagen sich die Um- und Ausbaukosten zu Buche. Es benötige mehr Personal. „Das würde aber auch mit der Eröffnung einer sechsten Gruppe in Kirchdorf der Fall sein“, wie der Dorfchef betonte, „Wir können in Eigenregie mit unseren Bauhofmitarbeitern sehr viel selber machen.“ Unter anderem müsse eine neue WC-Anlage gebaut werden. Der größte Brocken sind jedoch die Elektroarbeiten, deren Kosten auf etwa 26.000 Euro geschätzt werden. Vom Land erhoffen sich die Kirchdorfer eine Förderung von bis zu 50.000 Euro.

Große Lösung dauert

Die Mandatare zeigten sich durch die Bank von der Idee angetan, Gemeinderätin Martina Foidl argumentierte allerdings damit, „dass sich aber dann über kurz oder lang die Frage einer Krabbelstube stellen wird.“ Sie befürchte, dass eine große Lösung – also ein kompletter Neubau – in den Hintergrund rücke. Das sei sicher nicht der Fall, beruhigte Bürgermeister Obermüller. Aber es dauere sicher noch einige Jahre, bis hier etwas passiere. Daher wäre das derzeit die beste Lösung. Der Gemeinderat stimmte der Erweiterung einstimmig zu.

In den nächsten Monaten wird daher umgebaut, damit ab Herbst die neuen Kindergartenkinder nicht mehr nach Kirchdorf pendeln müssen.  Margret Klausner

 
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