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12.10.2019
News  
 

Keine Surf-Welle am Schwarzsee

Keine Zustimmung bekam die Idee am Kitzbüheler Schwarzsee eine „Surf-Welle“ zu installieren.

Kitzbühel | Surfen – der Ritt auf der Welle – erfreut sich großer Beliebtheit. Mittels eines Surf-Pools kann man diesen Sport auch auf Seen oder eigens dafür geschaffenen Becken betreiben – und hat auch ein sofortiges Erfolgserlebnis. Derartige Surf-Pools gibt es bereits in Längenfeld und Mailand. Ein vierköpfiges Team wollte nun einen solchen im Kitzbüheler Schwarzsee installieren. „Wir wollten, um diesen Sport auszuüben, nicht mehr so weit fahren und daraus entstand die Idee eines Surf-Pools für den Schwarzsee. Wir haben auch unsere ‚Hausaufgaben‘ gemacht und sämtliche Gutachten eingeholt sowie einen Business-Plan erstellt“, erzählten Christiane und Markus Renkl. Auf den See würde sich eine derartige Anlage positiv auswirken, denn durch das Ansaugen des Wassers käme es zu einer Tiefenbelüftung. Ein positiver Nebeneffekt wäre eine Reduktion der Algen gewesen. „Ein Surf-Pool ist ressourcenschonend und umweltverträglich, zudem hätten wir damit zwölf Arbeitsplätze geschaffen“, erzählte Christiane Hetzenauer-Renkl.
Die künstlich erzeugte Welle verebbt auch schnell wieder im Gewässer, wie Markus Renkl erzählt: „Zehn Meter vom Becken entfernt entspricht der Wellenschlag jenem eines Schwimmers“.  

Ausschuss sprach sich gegen den Surf-Pool aus
Die Idee kam nicht nur beim Kitzbüheler Seereferenten Rudi Widmoser (Grüne) gut an, sondern gefiel auch anderen Gemeinderäten, doch die Standortfrage fand weniger Zuspruch. „Es wäre natürlich eine Belebung des Schwarzsees gewesen, doch Stimmen aus der Bevölkerung wurden laut, dass man sich das nicht am See wünsche. Es gibt sicher gute Argumente dafür, auch dagegen, aber laut momentanem Stand können wir nicht zustimmen“, erzählt Seereferent Widmoser.  Die Argumente der Gegner reichten von der Lärmbelästigung bis hin zu Wildcampern am Schwarzsee.
Während sich die Fischer nicht mit diesem Projekt anfreunden konnten, gab es vom Umweltreferat der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel eine zeitlich begrenzte Genehmigung.
In einer erweiterten Ausschusssitzung, zu der auch Vertreter aller Fraktionen geladen waren, kam die negative Abstimmung. Hermann Huber (ÖVP), der dem Projekt positiv gegenüberstand, fehlte das limnologische Gutachten, jenes Gutachten, das die Auswirkungen auf Fauna und Flora beinhaltet.

Mit dem Standort am Schwarzsee kann sich FPÖ-Stadtparteiobmann und LAbg. Alexander Gamper nicht anfreunden. „Grundsätzlich bin ich nicht gegen das Projekt, jedoch sollte es nicht am Schwarzsee entstehen, denn dieses Kleinod ist ein wichtiges Naherholungsgebiet“, sagt Gamper, der sich eine derartige Einrichtung sehr wohl am Walchsee vorstellen kann, denn dieser See wird bereits wassersportlich stark benutzt. „Als ich hörte, dass auch noch Sponsoren mit im Spiel sind, konnte ich absolut nicht mehr zustimmen, denn wir brauchen am Schwarzsee keine Litfasssäulen“, schließt Gamper.
Es gab auch Anregungen, den Surf-Pool an einem der Speicherseen zu installieren, doch dies ist wirtschaftlich nicht möglich. Das Quartett ist nun auf der Suche nach einem alternativen Standort. Elisabeth M. Pöll

Eine künstliche Surf-Welle wird am Schwarzsee nicht entstehen. Foto: Pöll

 
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