11.04.2020
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Kein sommerlicher Badespaß

Eine unpopuläre Entscheidung – wie es der Tourismsuverband und die Gemeinde bezeichnen - wurde getroffen: Das Aubad wird diesen Sommer nicht aufsperren.

Fieberbrunn | Kein Rutschen, kein Sprung ins Freibecken und kein Schwitzen in der Sauna – die Gäste des Aubades werden den ganzen Sommer lang vor verschlossenen Türen stehen.
Die Marktgemeinde Fieberbrunn und der Tourismusverband Pillerseetal, welche zu jeweils 50 Prozent Eigentümer der Freizeitanlage sind, begründen ihren Entschluss in einer zweiseitigen Pressemitteilung. Als Hauptgrund wird darin die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen genannt. „In einer der schwersten Zeiten seit 1945 stehen sowohl für Gemeinde als auch für den Tourismusverband der verantwortungsbewusste Umgang mit den finanziellen Ressourcen sowie die Gesundheit der Bürger und Gäste an oberster Stelle – dies auch mit dem Bewusstsein, teilweise unpopuläre Entscheidungen treffen zu müssen, um einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten“, teilen TVB und Gemeinde mit.

Bürgermeister Walter Astner (VP) verweist auf die Rückgänge bei den Einnahmen aus der Bauwirtschaft, sinkende Kommunalsteuererträge und Abgabenertragsteile – welche ein großes Budgetloch verursachen werden: „Die Gemeinde hat sich vorrangig um die Aufrechterhaltung der Grundversorgung zu kümmern. Außerdem stehen Investitionen im Straßennetz, in der Wasserversorgung, in der Schule u.v.m. auf der Agenda der Gemeinde.“

Abgang beträgt rund 260.000 Euro pro Jahr
Die Marktgemeinde überarbeitet das Budget für 2020 komplett und prüfte mögliche Einsparungen. „Dabei hat man sich schweren Herzen zur Schließung des Aubades entschlossen“, so Astner. Der Abgang des Aubades beträgt pro Jahr rund 260.000 Euro.

Fehlende Einnahmen beim Tourismusverband
Der TVB steuert ebenfalls auf finanziell herausfordernde Zeiten zu. Auch wenn die Gastronomie und Hotelerie eventuell ab Mitte Mai schrittweise geöffnet werden darf, wann es wieder eine Reisefreiheit geben wird ist noch ungewiss. Mit Österreichern alleine werden die vielen Betten nicht zu füllen sein. „Man muss im heurigen Sommer von stark sinkenden Gästezahlen ausgehen und damit ausbleibenden Einnahmen in Millionenhöhe, die uns auf Jahre belasten werden“, veranschaulicht TVB GF Armin Kuen.

Einstimmiger Beschluss
Dass das Aubad geschlossen bleibt, wurde vom Gemeindevorstand und der TVB-Führung einstimmig entschieden. Ein Trost für alle Fans des Aubades – wie und wann wir im Sommer generell den Badefreuden frönen können, steht für alle anderen auch noch in den Sternen.Johanna Monitzer

Nun ist es fix: Das Aubad bleibt im Sommer geschlossen. Foto: privat

 
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