06.12.2020
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Kapelle im Altenheim eröffnet

Aus der geplanten großen Eröffnungsfeier des Sozialzentrums „s*elsbethen“ ist es als Zeichen nur die Einweihung der Kapelle geworden. Das tut der Freude über die Einrichtung aber keinen Abbruch.

Hopfgarten | Es war eine kleine, aber feine Runde, die sich vergangenen Freitag zur Einweihung der neuen Kapelle im neuen Sozialzentrum „s*elsbethen“ in Hopfgarten einfand. Die große Eröffnungsfeier fiel der Pandemie zum Opfer.
Vor allem hinter den Bewohnern und deren Betreuern liegen harte Monate – hatte doch Corona voll zugeschlagen. Über die Hälfte der Bewohner war infiziert, ein Drittel der Mitarbeiter hatte es ebenfalls erwischt.

Vor einigen Wochen stand dann auch noch die Übersiedlung in das neue Gebäude im Ortsteil Elsbethen an. „Für Hopfgarten und Itter ist es ein besonderer Tag, trotz aller Mühsal durch Corona“ strahlte Hopfgartens Bürgermeister Paul Sieberer bei der Einweihung der Kapelle.
Nach jahrelanger Vorbereitungszeit mit vielen Exkursionen und Besichtigungen anderer solcher Einrichtungen und einem umfangreichen Architektenwettbewerb fuhren im Vorjahr dann endgültig die Baumaschinen auf. Insgesamt wurden in den modernen Bau rund 15,2 Millionen Euro investiert. Derzeit leben 57 Menschen im neuen Sozialzentrum, im dem auch der Sozial- und Gesundheitssprengel untergebracht ist. 70 Zimmer gibt es im Gesamten.

Gemeinsam gepflegt wohnen als Motto
Den Hopfgartnern war es wichtig, vom klassischen Altenwohnheimmodell wegzukommen und ganz eigene Wege zu gehen. „gemeinsam.gepflegt.wohnen“ steht über dem Eingang und genau das wird auch gelebt. Die Bewohner leben in fünf Hausgemeinschaften mit jeweils maximal 15 Personen zusammen. Dabei handelt sich um kleine Wohneinheiten mit  privaten Zimmern, einer allgemeinen Fläche, einer Gemeinschaftsküche sowie jeweils einer eigenen Terrasse. „Die Philosophie hinter der Idee der Hausgemeinschaften ist, unseren älteren Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf ein Leben in größtmöglicher Normalität im Alltag zu ermöglichen“, klärt Heimleiter Christian Glarcher auf. Jede Hausgemeinschaft koche eigenständig, zwar gäbe es überall im Heim dasselbe Gericht, es rieche aber überall anders. Die Bewohner sind nicht nur in der Küche aktiv mit dabei, sondern können sich auch sonst an der Hausarbeit beteiligen.

„Der größte Vorteil ist, dass die Bewohner nicht nur eine Teilhabe, sondern auch eine Teilnahme haben. Das wirkt sich extrem positiv aus“, zieht Glarcher eine erste positive Bilanz nach den ersten Wochen im neuen Gebäude.Unterstützt werden die Bewohner übrigens nicht nur vom Pflegepersonal, sondern von sogenannten „Allltagsbetreuern“, die sich extra dafür ausbilden ließen. Ein ganz besonderer Raum im Gebäude ist auch die kleine Kapelle, die von Künstler Karl Hartwig Kaltner gestaltet wurde. „Möglich gemacht hat diese, die ehemalige Bewohnerin Waltraud Luchner, die uns in ihrem Nachlass eine großzügige Spende hinterlassen hat, und mit der wir jetzt die Kapelle bauen konnten“, freut  sich Bgm. Paul Sieberer. Die Einweihung wurde übrigens per Livestream über den eigenen Fernsehkanal im ganzen Haus übertragen. Margret Klausner

Bild: Freuen sich über den fertiggestellten Bau: Bgm. Paul Sieberer (Hopfgarten), Künstler Karl Hartwig Kaltner, Heimleiter Christian Glarcher und Bgm. Josef Kahn (Itter, v.l.). Foto: Klausner

 
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