12.06.2018
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Kampf gegen die Müllsünder

Die Ufer der Großache sind ein beliebtes Nah­erholungsgebiet, nicht nur für die Kirchdorfer. Für Ärger sorgen hier vor allem die illegalen Müllablagerungen.

Kirchdorf | Sie ist der Stolz der Kirchdorfer und ist als beliebtes Naherholungsgebiet bekannt: die Großache. In den Jahren 1996 bis 2001 wurde das Gewässer im Rahmen des damals größten europäischen Hochwasserschutzprojektes Kirchdorf renaturiert. Um auch bei 100-jährigen Hochwasserer­eignissen Sicherheit zu gewährleisten, wurde die Flusssohle auf einer Länge von 6,5 km um 1,8 m abgesenkt und der Flussquerschnitt auf durchschnittlich 60–100 m verbreitert. Heute, über 15 Jahre nach dem Abschluss der Arbeiten, sind die Bereiche entlang der Ache Naturparadiese geworden, in dem zahlreiche Tiere, u.a. Biber, aber auch viele Vögel, eine Heimat gefunden haben. Auch der Mensch findet entlang des Gewässers viele ruhige Plätze, die Sand- und Schotterbänke sind beliebte Spielplätze für Kinder. Und trotzdem fällt ein Schatten auf das Idyll, wie auch die Kirchdorfer Gemeindevorständin Maria Braito beklagt. Es seien nicht nur undisziplinierte Hundehalter, die für Ärger sorgen. Ihre Hundeverordnung haben die Kirchdorfer, wie bereits berichtet, deswegen ja schon massiv verschärft.

Jedoch wird immer wieder illegal Müll abgelagert.

Doch auch jene Menschen, die die Großache als Erholungsraum nutzen, lassen immer wieder ihren Abfall einfach liegen. „Das kann es einfach nicht sein“, ärgert sich Braito. Daher werde sie sich jetzt vehement dafür einsetzen, dass es zu stärkeren Kontrollen kommt.

Reiter ignorieren Verbot

Es gibt noch einen weiteren Punkt, der Maria Braito sauer aufstößt. „Ich wohne dem Spazierweg ja direkt gegenüber und muss mich jedes Mal ärgern, wenn die Reiter diesen Weg benutzen, obwohl dort Reiten verboten und das auch ausgeschildert ist.“ So sei auf einer Seite der Ache das Reiten erlaubt, auf der anderen aber nicht. „Dieses Verbot wird  aber regelmäßig ignoriert“, ärgert sich Braito. Bei den Hundebesitzern gehe man streng gegen die schwarzen Schafe vor, obwohl auch die Pferdeäpfel am Achenweg alles andere als schön sind und natürlich auch stinken. „Ich werde das Thema jetzt auch bei der Aufsichtsratssitzung im Tourismusverband zur Sprache bringen, damit etwas passiert“, kündigt Braito an.

Auch Kirchdorfs Bürgermeister Gerhard Obermüller wird immer wieder mit Beschwerden konfrontiert. „Wir helfen da jetzt zusammen, damit wir diesen Problemen Herr werden“, betont der Dorfchef, der ebenfalls das Gespräch mit dem Tourismusverband sucht. Geplant sei auch ein gemeinsames Projekt mit der Bergwacht, kündigt Obermüller an. Die Vorarbeiten dafür laufen auch schon. Vorerst wolle man aber mit Ermahnungen die Leute sensibilisieren. Strafen für etwaige Verstöße wollen die Kirchdorfer erst in letzter Konsequenz aussprechen. Margret Klausner

Bild: Es sind vor allem auch die kleinen Sand- und Schotterbänke, die als beliebte Picknickplätze genutzt werden. Doch leider lassen vielen Besucher einfach ihren Müll liegen.  Foto : Klausner

 
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