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01.06.2022
News  
 

Jeder Zentimeter zählt für Olympia

Das „Team Kitzbühel“ trainiert eisern für die nationalen Special Olympics. Christian, Thomas, Isabel und Manuela treten im Asphaltstockschießen an. Es geht um jeden Zentimeter.

St. Johann | Die Beinstellung ist perfekt, wie Trainer, Lebenshilfe-Assistent Jürgen Maislinger versichert. Er gibt das Kommando „1-2-3“. Hochkonzentriert schwingt Thomas den Asphaltstock und zielt. Bis zur perfekten Linie fehlen nur noch wenige Zentimeter.

Jede Woche wird trainiert bis die Arme schmerzen
Seit Oktober trainiert das „Team Kitzbühel“ mit Thomas, Christian, Manuela und Isabell von der Lebenshilfe auf der Asphaltstockbahn beim Rummlerhof in St. Johann. Die Bahn wird von den Wirtsleuten und dem Stocksportverein kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Kitzbüheler Anzeiger durfte bei einem Training dabei sein. „Das ist der Hase – auf den müssen wir im Teambewerb zielen“, erklärt Thomas. Christian, der „Routinier“ im Team, war bereits einmal bei Special Olympics dabei – ihn bringt auch die Anwesenheit der Presse nicht aus der Ruhe. Er schießt sogar einen 10er - die höchste Punktzahl, die es im Einzelbewerb zu erreichen gibt.

Einzel- und Teambewerb
Die vier Sportler, die auch zusammen in einer Wohngemeinschaft in St. Johann leben,  treten in zwei Einzel- und einem Teambewerb an. Isabel stellt klar, dass es bei den Special Olympics nicht nur um Medaillen geht: „Man muss nicht gewinnen, aber schön wäre es schon. Ich bin schon gut trainiert“, lacht sie. Sie ist wie ihre männlichen Kollegen ehrgeizig bei der Sache. Ihre Trainerin und Assistentin Christina Schwaiger-Fleckl ist voll des Lobes: „Super Isi!“
Die Teilnahme an den Special Olympics ist für alle etwas Besonderes, wie Jürgen Maislinger schildert: „Inklusion ist zwar ein modernes Schlagwort, wird aber noch nicht überall gelebt. Allein ins Burgenland zu fahren und andere Leute kennen zu lernen ist für uns ja schon ein Erlebnis. “

Großteils selbst finanziert
Heuer werden über 1.500 Athleten bei den Special Olympics erwartet. Die Teilnahme an dem Sportereignis finanzierten sich die Athleten großteils selbst. „Wie bei richtigen Olympischen Spielen, darf man auch bei den Special Olympics keine Sponsoren am Trikot tragen, wenn uns jemand aber unterstützen möchte, sagen wir natürlich nicht nein“, schmunzelt Jürgen Maislinger.  

Am 26. Juni geht`s los
Das „Team Kitzbühel“ mit Thomas, Christian, Isabell und Manuela reist am 26. Juni ins Burgenland - bis dahin wird noch fleißig an der perfekten Linie gefeilt.
Die Bahn im Burgenland soll übrigens schneller sein, sagt man. Ein weiterer Vorteil für das „Team Kitzbühel“.   Die Daumen sind gedrückt. Johanna Monitzer 

Bilder: 1) Bereit für die Special Olympics: Thomas und Isabel mit ihren Trainern Jürgen Maislinger (li.) und Christina Schwaiger Fleckl (re.). Noch mit im Team sind Christian und Manuela (nicht im Bild). 2 und 3) Thomas und Isabel feilen an der perfekten Linie – am 26. Juni geht es zu den Special Olympics ins Burgenland. Fotos: Monitzer

 
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