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06.05.2019
News  
 

Ja, es geht auch anders

Beispielprojekte aus der Region zeigen, dass die energieautonome Vision „Tirol2050“ möglich ist.

St. Johann | Dass man „anders“ bauen und auch klimafreundliche Akzente in seinem eigenen Bereich setzen kann, veranschaulichten sechs heimische Bauherren aus der Region. Das e5-Team der Marktgemeinde St. Johann lud letzte Woche zusammen mit der  „Klima- und Modellregion Leukental“ (kurz KEM) zu einem Informationsabend ins Kommunalzentrum von St. Johann ein. Es wurden Beispielprojekte aus der Region vorgestellt, welche bereits ihren Beitrag zur energieautonomen Vision „Tirol2050“ leisten.

Fenster, Lehmziegel und Solaranlagen

Es können auch vermeintlich kleine Investitionen viel bringen: Alexander Fankhauser veranschaulichte etwa, wie er durch einen Fenstertausch Heizkosten spart. Beeindruckend auch die Ausführungen von Familie Pürstl, die mit Lehm baute und ein Minikraftwerk namens „Simon“ betreibt. Ein behagliches Wohnklima schuf Franz Schwenter durch die Nutzung von Energie aus Sonne und Holz.

Aber nicht nur im privaten Bereich entscheiden sich immer mehr Menschen bewusst Energie zu sparen und setzen auf erneuerbare Ressourcen. So berichtete Marc Aggstein (Aggstein Edelbrände), dass er in Zukunft Solarstrom für seine Schnapsproduktion einsetzen will. Die ausgeklügelte Anlage wird in Kürze installiert.

Auch die Gemeinden sind gefordert. Reith müsse zwar auch auf die Finanzen achten, sei aber bemüht, so energieeffizient wie möglich zu arbeiten, betonte Bürgermeister Stefan Jöchl. Er stellte die Solaranlage auf dem Kulturhaus sowie das Energiekonzept des im Bau befindlichen Bildungszentrums vor.

Bewusste Entscheidung

Dass es anfangs oft etwas mehr kostet, energieeffizient, nachhaltig und umweltschonend zu bauen, sollte niemanden abschrecken. „Das ist kein Argument. Man entscheidet sich bewusst dafür. Was Gutes kostet einfach mehr – genauso wie bei Lebensmitteln“, so Stefan Pürstl.  Den Informationsabend rundete der Vortrag „Was kostet energieeffizientes Bauen“ von Michael Plattner (Energie Tirol) ab.

Mehr Informationen zu den alternativen Bauweisen in der Region gibt es bei der St. Johanner Umweltreferentin Elisabeth Pali (umwelt@st.johann.at). Johanna Monitzer

Bild: Die Vortragenden mit den Organisatorinnen Laura Schicktanz (KEM) und GRin Melle Strele. Foto: Monitzer

Daten & Fakten
Die Vision „Tirol2050“
Tirol  | Die Tiroler Landesregierung hat ihr Bekenntnis zur Energieunabhängigkeit manifestiert und setzt sich für eine Abkehr von der Nutzung fossiler Energieträger wie z.B. Erdöl ein. Nun geht es darum, die Menschen im Land für diese Idee zu begeistern und ihre Visionen und Beiträge abzuholen. „Tirol2050“ ist ein Prozess, der die breite Öffentlichkeit und alle interessierten Akteure und Entscheidungsträger einbindet. Gemeinsam sollen Wege gefunden werden, um das enorme Potenzial Tirols an ungehobenen, heimischen Energieschätzen nutzbar zu machen. Wasser, Holz, Sonne und Erdwärme – all dies ist in Tirol reichhaltig vorhanden. Mit dem verstärkten Ausbau verfügbarer umweltschonender, sicherer Energiequellen und der Reduktion des Energieverbrauchs um 50 Prozent kann sich Tirol in wenigen Jahrzehnten mit der benötigten Energie selbst versorgen. Das fördert die regionale Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze, spart Kosten und schont Klima und Umwelt.

Mehr Information

Die Organisation und Koordination von „Tirol2020“ liegt bei Energie Tirol, der Landesberatungsstelle für Energiefragen. Mehr Infos: www.tirol2050.at.

 
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