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02.09.2019
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In den Ferien vor dem Computer

Digitalisierung ist ein Zukunftsthema. Keine Frage. Doch wer soll das alles programmieren und damit die Bausteine der schönen neuen Welt formen? Um Kindern das Rüstzeug dafür mitzugeben, gibt es die Initiative „Coding4Kids“. Diese Woche macht der Kurs in Kitzbühel Station.

Kitzbühel  | „Coding4Kids“ geht heuer in das dritte Jahr, 2017 war man mit einem Pilotkurs gestartet, wie einer der Organisatoren, Matthias Lechner, gegenüber dem Kitzbüheler Anzeiger ausführt. Bereits vergangenes Jahr startete dann der „Boom“ des Angebots und heuer sind über 300 Kinder und Jugendliche mit an Bord. „Die Nachfrage ist gewaltig, wir können uns vor Anmeldungen kaum retten. Wir könnten noch viel mehr betreuen,  wenn wir Trainer und Partner hätten“, unterstreicht Lechner.

Die junge Generation wächst ganz selbstverständlich mit Handy, Tablet und Co. auf. Mit Coding4Kids soll sie nun lernen, weg vom Konsumieren, hin zum Gestalten zu kommen. „Unser innerster Antrieb ist, Kinder zu motivieren. Sie sollen spielerisch das Programmieren lernen und vielleicht wird das Interesse erweckt, dass der eine oder andere Teilnehmer einen Beruf in diese Richtung auswählt“, so Lechner.

Das Erfolgserlebnis stellt sich gleich während des Kurses ein: Die Teilnehmer entwickeln und programmieren ein eigenes Computerspiel. „Auf einmal tut sich eine Welt auf, die vorher nicht da war. Die Jugendlichen sind fasziniert, dass sie ihr theoretisches Wissen aus der Schule hier anwenden können – da geht es um Beschleunigung, Vektoren und vieles mehr.“ Die Kurse richten sich an junge Menschen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren. Gerade diese Zielgruppe profitiert von dem Angebot, denn: „IT-Ausbildung mit Programmieren gibt‘s in der Schule erst in der Oberstufe“, sagt Lechner. Gerade Ausbildungsstätten mit entsprechendem Schwerpunkt – wie z.B. die HAK Kitzbühel – schätzen es, wenn die Jugendlichen über Initiativen, wie Coding4Kids schon Vorkenntnisse erhalten.

Anteil der Mädchen im Kurs steigt

Noch sind die Burschen in den Kursen häufiger vertreten. Aber die Mädchen holen auf und: „Wir forcieren das auch massiv. Zum Beispiel haben wir einen eigenen Mädchenkurs angeboten“, führt Matthias Lechner aus.  Ihre Stärken machen sich perfekt fürs Programmieren, denn: „Für dieses Thema sind Mädchen super, sie sind kreativ und geistig reif – sie haben ein natürliches Talent zum Programmieren.“ Lechner ist es ein Anliegen, Mädchen bzw. Frauen in die IT-Branche zu holen. Sie hat nämlich gerade für diese Zielgruppe viel zu bieten: „Es sind sehr gut bezahlte Jobs, bei denen es keine Gehaltsschere zwischen den Geschlechtern gibt. Man kann Beruf und Familie darüber hinaus sehr gut vereinen, weil man natürlich bei Bedarf vom Schreibtisch zu Hause aus arbeiten kann.“

Somit brachte Coding4Kids einen Nebeneffekt mit sich, den die Organisatoren so eigentlich noch gar nicht bedacht hatten, nämlich: „Dass wir eventuell den Anstoß geben können, dass Mädchen in die Richtung eines IT-Berufes gehen.“

Künftig soll sich Coding4Kids weiterentwickeln – die Mädchenkurse sollen noch weiter ausgebaut und zudem noch Angebote für Teenager erarbeitet werden. Elisabeth Galehr

Bild: Viele der Kitzbüheler Teilnehmer haben bereits Vorkenntnisse im Programmieren. Auch ihnen wird eine Herausforderung gestellt. Im Rahmen von „Coding4Kids“ programmieren die jungen Teilnehmer ein Computerspiel. Foto: Galehr

 
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