07.01.2023
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Hochsaison an den OP-Tischen

Im Bezirkskrankenhaus ging es in den vergangenen zwei Wochen rund – über 1.000 Patienten mussten versorgt werden, viele von ihnen mit Kopf- und Schädelverletzungen.

St. Johann | Keine ruhige Minute hatten in den letzten Wochen die über 20 Unfallchirurgen im Bezirkskrankenhaus St. Johann und auch in den Privatpraxen ging es rund – beinharte Pisten, überschätztes Können und vor allem die schneefreien Streifen neben den Pisten sorgten für hunderte Skiunfälle im ganzen Bezirk. Waren die Weihnachtstage des Vorjahres noch von der Coronapandemie geprägt – erst kurz vor Weihnachten endete damals der vierte Lockdown – war es heuer buchstäblich „ein Winter wie damals“.
„Es läuft“, meint dazu der Leiter der Unfallchirurgie und Orthopädie im Bezirkskrankenhaus St. Johann, Primar Alexander Brunner. Im Klartext: Es wurde operiert wie am Fließband. Die über 86 Betten in der zweitgrößten orthopädisch-traumatologischen Abteilung in Tirol sind mehr als gut belegt.

„Im Vorjahr versorgten wir im Zeitraum von  24. Dezember bis 2. Jänner 824 Verletzte, heuer waren es 1.168 Patienten“, erklärt Brunner nach einem Blick in die Statistik.
Das seien in etwa um 20 Prozent mehr als Weihnachten 2021/22. Auffallend sei, dass es sehr wenige sogenannte „gehende“ Patienten zu versorgen gilt. Also jene Unfallopfer, die mit Prellungen oder ähnlichen Verletzungen ins Spital kommen und nach der ambulanten Behandlung das Spital gleich wieder verlassen.

Viele Patienten werden liegend transportiert
„Es gibt heuer viel mehr Schwerverletzte, die liegend von der Rettung gebracht werden“, hat der Unfallchirurg festgestellt. Und das würde auch an den harten Pisten liegen. Es sind vor allem Unter- und Oberschenkelbrüche oder aber auch Sprunggelenks- bzw. Handgelenksbrüche, die behandelt werden müssen.Wirbelverletzungen gibt es nicht sehr viele. Auch viele Kopf- und Schädelverletzungen registrieren die Ärzte. Zahlreiche Patienten mussten in die Innsbrucker Klinik überstellt werden. Margret Klausner

Bild: Primar Alexander Brunner (links) mit einer Kollegin bei der Behandlung einer jungen Patientin. Foto: Claudia Egger

 
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