06.03.2021
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Herbert und Horst, streng geheim

Als Musiker hatten Christoph Steinbach und Daniel Ecklbauer in den vergangenen Monaten sehr viel Zeit. Zeit, die sie intensiv verbracht haben: Das Duo schlüpfte in die Rollen von „Herbert & Horst“ und düste mit einem selbst renovierten Bully quer durch Österreich. Herausgekommen ist eine skurril-vergnügliche Interview-Serie mit den bekanntesten Boogie-Größen des Landes.

Kitzbühel, Oberndorf | Die Youtube-Reihe von „Herbert & Horst“ entwickelte sich rasch zum Geheimtipp in der Szene. Der Startschuss fiel vergangenen Herbst, nach einer Staffel sollte bereits Schluss sein. Doch die schrägen Abenteuer und intimen Porträts der Musikgranden kamen so gut an, dass bereits der nächste Streich in Vorbereitung ist. Das einzige, was dem noch im Wege steht, ist die aktuelle Sperre der Grenzen von Tirol. Christoph Steinbach dazu: „Sobald man wieder aus Tirol herausdarf, fahren wir nach Wien. Matt Schuh ist der nächste, den wir interviewen wollen.“ Ab Staffel 2 ist übrigens „der Tankwart“ mit an Bord, auch der kein Unbekannter in Kitzbühel (zu sehen auf unserem Titelbild).

Die „Buxe“ aus den 80ern passt noch
Die Idee zu „Herbert und Horst“ entstand schon vor Corona, durch die freie Zeit entwickelte sie sich zu einem konkreten Projekt und im Sommer wurde dann die erste Staffel abgedreht. Das schräge Duo fuhr dabei unter anderem zu Al Cook, Axel Zwingenberger und Günther Straub.  Steinbach schaffte sich für seine Mission eigens einen kleinen Bus an, den er in liebevoller Arbeit restaurierte. Detailreich ist nicht nur der fahrbare Untersatz der beiden: Auch modisch stechen sie hervor. Christoph Steinbach schmunzelt: „Die Hose ist noch original von mir, die hatte ich als Kind. Eine Hose ist schon leicht eingerissen. Wir nähen sie vor jeder Folge.“ Für ihre Alter Egos haben sich die beiden Musiker auch einen schillernden „Lebenslauf“ zugelegt – Herbert firmiert zum Beispiel als amtierender Gummihupf-Weltmeister und Hobby-Millionär, während Horst seine Brötchen hie und da als „gerichtlich beeideter Gewürzprüfer“ zu verdienen scheint.  

Eine Mischung, die gefällt, wie Christoph Steinbach dem Kitzbüheler Anzeiger berichtet: „Das Publikum reicht von Jung bis Älter. Es haben schon sehr viele geschaut.“ Während das jüngere Publikum vor allem den skurrilen Aspekt der Videos schätzt und auch gerne selbst nachahmt, gibt es die Generation, die zu den Fans der interviewten Musiker zählt. Außerdem wird das Format von Herbert und Horst auch von Nachwuchstalenten mitverfolgt, die dadurch einen Einblick in die Musikszene erhalten. „Das ist für uns der wichtigste Aspekt, wir sind die einzigen, die das umfangreich dokumentieren“, ergänzt Steinbach. Man könnte nun meinen, dass so viel Erfolg auf Youtube erst einmal ein Grund zum verschnaufen ist. Aber weit gefehlt: Christoph Steinbach sprüht schon vor weiteren Ideen und hat zwei konkrete Projekte in den Startlöchern.

Zwei Musik-Filme in Planung
Ab April soll zum Beispiel die erste Klappe für Steinbachs Boogie-Woogie-Film fallen. „Es geht um die Kreation des perfekten Boogie-Pianisten und soll eine Mischung aus Peter Sellers und Frankenstein werden“, so Steinbach. Er will sowohl die Dreh- als auch die Schneide- und Regiearbeit selbst durchführen. „Schauspieler habe ich auch schon, es sind fast alles Musiker aus der Szene. Die Probeaufnahmen sind schon geplant, leider verzögert sich derzeit noch alles durch den Tirol-Lockdown.“ Ursprünglich hätte es sogar ein Action-Streifen werden sollen, doch der Aufwand dafür wäre dann doch zu groß geworden.

Aufgrund des Erfolges von „Herbert und Horst“ ist auch mit diesen beiden ein Film geplant: „Das wird wahrscheinlich ein Krimi werden“, so Steinbach. Und: „Wenn man schon nicht spielen darf, muss man halt sowas machen.“ Elisabeth Galehr

Bild: Herbert (l.) und Horst alias Christoph Steinbach und Daniel Ecklbauer gingen auf Tour mit dem Ziel, die Boogie-Größen des Landes aufzuspüren. Foto: Steinbach

 
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