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21.04.2019
News  
 

Gute Bilanz nach langem Winter

Die Bilanz über den abgelaufenen Winter fällt bei Bergrettung und Alpinpolizei positiv aus. Dank des vielen Schnees fielen Stürze auf der Piste glimpflicher aus.

Kitzbühel | „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, so lautet das Resümee des obersten Alpinpolizisten im Bezirk, Martin Hautz, über den abgelaufenen Winter. Es ist mehr als positiv. Was des anderen Leid, ist des anderen Freud – so könnte man es auch ausdrücken. Während es in der schneereichen Zeit immer wieder zu Straßensperren gekommen ist, zum Teil Ortsteile abgeschnitten waren, auch manche Skigebiete ihren Betrieb einstellen mussten und vor allem die Gemeinden unter den enormen Kosten für die Schneeräumung stöhnten, herrschte bei Alpinpolizei und Bergrettung positive Stimmung.

Tirolweit ereigneten sich zwischen Anfang November und Ende März insgesamt 1.684 Alpinunfälle mit 2.666 Verunfallten, wie das Kuratorium für Alpine Sicherheit bekannt gab. 28 Menschen ließen in den Tiroler Bergen ihr Leben, im organisierten Skiraum waren es sieben Wintersportler. Österreichweit starben 93 Menschen im alpinen Raum. Insgesamt ereigneten sich rund 4.000 Alpinunfälle. Um 15 Prozent weniger wie im Vorjahr, wie die Bilanz zeigt. Auch im Bezirk Kitzbühel entwickelte sich die Kurve deutlich nach unten, bestätigte Martin Hautz. Im Bezirk Kitzbühel verunfallten bei insgesamt 270 Vorfällen 424 Menschen, 319 davon bei Unfällen auf der Piste bzw. bei Skitouren.

Verstiegene Personen hielten die Bergrettung auf Trab

Drei Tote galt es im Bezirk zu beklagen, und auch hier dem landesweiten Trend folgend, erlagen in zwei Fällen die Betroffenen einer Herzerkrankung. Tirolweit starben fünf Menschen bei Lawinenabgängen, der Bezirk Kitzbühel blieb verschont. „Eigentlich liegt ein ruhiger Winter hinter uns“, sagt der Obmann der Bergrettung im Bezirk, Peter Haidacher. Schneereiche Winter seien keine Lawinenwinter, weiß der Bergfex. Doch dafür mussten mehrere verstiegene Personen geborgen werden. Vor allem Skifahrer, die z. B. einen Ski verloren hatten, kamen oft im tiefen Schnee nicht mehr weiter, erinnert Haidacher an einen aufwändigen Einsatz in Westendorf, bei dem ein leichtsinniger Snowboarder im Rahmen einer stundenlangen Aktion gerettet werden musste. Eine weitere Suchaktion in Kirchberg hielt die Einsatzkräfte in Atem. Spektakulär war auch ein Unfall im Jochberger Skigebiet, bei dem ein Snowboarder in den Motorschlitten des Pistenrettungsdienstes krachte und dabei schwer stürzte. Peter Haidacher gibt übrigens auch zu, „dass die Verhältnisse zum Tiefschnee fahren heuer halt besonders gut waren.“

Weniger Skiunfälle gab es auf den Pisten. „Die Sturzräume waren einfach weicher. Der Kunstschnee ist da aggressiver“, weiß Haidacher. Das sieht auch Hautz so: „Dank des vielen Schnees waren die Pisten breiter, die Wintersportler hatten daher auch mehr Platz.“ Natürlich gab es zahlreiche Verletzte, auch auf den Pisten, dank des weichen Schnees gab es aber kaum schwere Verletzungen.  Margret Klausner, Foto: Foto: Einsatzreport Tirol

 
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