05.07.2016
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Griesbach wird neu gezähmt

Nach einer ersten Besprechung zwischen Bürgermeister und der Wildbach- und Lawinenverbauung steht fest, dass der Griesbach  neu verbaut werden muss. Rund fünf Millionen Euro wird das Projekt kosten.

Kirchdorf |  Die Griesbachklamm ist als eine der beliebtesten Wanderstrecken bekannt, weniger bekannt ist, dass vom Griesbach selber eine große Gefahr ausgeht – verwandelt sich der Bach doch nach schweren Unwettern oder auch nach langen Regenperioden zu einem reißenden Gewässer, das nicht nur für ein Hochwasser in Erpfendorf sorgen könnte. Da der Bach in solchen Fällen auch sehr viel Geschiebe und Schotter mit sich führt, kann dieser schlussendlich sogar die Großache in Bedrängnis bringen und dort, wie Kirchdorfs Bürgermeister Gerhard Obermüller sagt, „das Land wegfressen.“

Erste Gespräche

Dieser Tage traf er sich daher mit den verantwortlichen Mitarbeitern der Lawinen- und Wildbachverbauung, um die geplante Verbauung  zu besprechen. „Für uns ist das Projekt sehr wichtig. Zum einen soll die Verbauung ja nicht nur Erpfendorf schützen, sondern ist auch für die Sicherheit der Bundesstraße und der Großache notwendig“, betont Obermüller.

War die Rede vorerst noch von einem Investitionsvolumen von rund drei Millionen, dürfte das Projekt schlussendlich jedoch rund fünf Millionen Euro kosten. „Die Gemeinde dürfte es dabei mit rund 1,3 Millionen Euro treffen. Auch für uns ein großer, aber sehr wichtiger, Brocken“, betont der Dorfchef.

Baubeginn wird für 2018 anvisiert

Auch der Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Unteres Inntal, Andreas Haas, betont, „dass es für uns keinen Zweifel gibt, dass die Verbauung notwendig ist.“ Die Verbauung habe mehrere positive Auswirkungen, erklärt auch der Experte. „Das Projekt wird von unserer Seite daher auch vorangetrieben“, erklärt Haas. Angepeilter Baubeginn sei, wenn alles gut geht, in rund zwei Jahren – 2018. Fixiert werden kann dieser Baubeginn derzeit jedoch noch nicht. „Wir wissen nicht, was in der Zwischenzeit alles passiert“, betont Haas und meint damit mögliche Wetterereignisse, die es notwendig machen, andere Projekte im Land vorzuziehen. Doch dass die Verbauung kommt, ist sich Haas sicher.

Naturnahe Verbauung ist geplant

Grundsätzlich ist der Griesbach zwar verbaut, diese muss jedoch zum Teil erneuert und ergänzt werden. „Natürlich versuchen wir das so naturnah wie möglich zu machen“, erklärt der Wildbach-Experte. Während Hochwasserverbauungen, z.B. an den Achen, vorwiegend im Winter durchgeführt werden, sind die Wildbach-Experten hauptsächlich im Sommer zugange. Im Winter sei die Arbeit in den Gräben zu gefährlich, auch wenn die Wildbäche sehr hoch Wasser führen, kann nicht gebaut werden. Fest steht, dass sich die Bauzeit über rund zehn Jahre hinziehen kann. Die Finanzierung der fünf Millionen teilen sich im übrigen Bund, Land und Gemeinde. Natürlich hoffen Haas wie Bürgermeister Obermüller, dass wirklich in zwei Jahren mit dem Bau begonnen wird. „Wir sind in jedem Fall dran“, betont Haas. Margret Klausner

 
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