19.04.2018
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Griesbach wird jetzt gezähmt

In der nächsten Gemeinderatssitzung steht in Kirchdorf das Projekt „Griesbach-Verbauung“ ganz oben auf der Tagesordnung.

Kirchdorf, Erpfendorf | Jetzt wird es ernst in Erpfendorf, denn die Planungen für den Verbau des Griesbaches sind bereits weit voran­geschritten. Schon seit zwei Jahren ist die notwendige Verbauung Thema in der Gemeindestube. Die Griesbachklamm ist ja als eine beliebte Wanderstrecke bekannt, weniger bekannt aber ist, dass vom Griesbach selber eine große Gefahr ausgeht – verwandelt sich der Bach doch nach schweren Unwettern oder auch nach langen Regenperioden zu einem reißenden Gewässer, das nicht nur für ein Hochwasser in Erpfendorf sorgen könnte. Da der Bach in solchen Fällen auch sehr viel Geschiebe und Schotter mit sich führt, kann dieser schlussendlich sogar die Großache in Bedrängnis bringen und dort sozusagen „das Land wegfressen“.

Daher wird schon länger an dem Projekt gefeilt, dessen Details allerdings Bürgermeister Gerhard Obermüller noch nicht genau verraten will. „In der nächsten Gemeinderatssitzung wird das Projekt, das von der Wildbach- und Lawinenverbauung, realisiert wird, ausführlich vorgestellt. Dann wollen wir auch den Beschluss fassen, dass dieses auch rasch umgesetzt wird“, betont der Dorfchef. Denn die Verbauung ist ja nicht nur als Schutzprojekt für Erpfendorfs Bevölkerung wichtig, sondern auch für die Sicherheit der Bundesstraße notwendig.  
15 Jahre Bauzeit

War vor zwei Jahren noch die Rede von einem Investitionsvolumen von rund fünf Millio­nen Euro, liegen die Kostenschätzungen laut Obermüller inzwischen bei rund 13 Millionen Euro, die im Laufe der nächsten 15 Jahre in Erpfendorf verbaut werden sollen.

Nachdem in Kirchdorf ins Bildungszentrum rund 13 Millionen Euro investiert wurden, freut sich der Bürgermeister daher, dass jetzt auch Erpfendorf sein 13-Millionen-Euro-Projekt bekommt.

Baustart soll, geht es nach Obermüller, noch heuer im Sommer sein. Dass die Verbauung notwendig ist, haben die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung übrigens bereits vor zwei Jahren bestätigt. Der Bach selbst ist zwar grundsätzlich bereits verbaut, diese  Verbauung muss jedoch zum Teil erneuert und ergänzt werden. Die Finanzierung der rund 13 Millionen Euro teilen sich Bund, Land, Gemeinde, Landesstraße und Groß­achengenossenschaft. „Dieses Projekt ist ein weiterer Meilenstein für die Sicherheit der Bevölkerung“, hofft Obermüller auf einen positiven Beschluss seines Gemeinderates.
Margret Klausner

 
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