30.11.2018
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Gemeinsam an Ausrichtung arbeiten

Rückgänge bei den Nächtigungszahlen und Ankünften sowie die stetig weiter sinkende Bettenanzahl gehören zur Jahresbilanz von Kitzbühel Tourismus. Mit einer gemeinschaftlichen Ausrichtung und der Strategie Kitzbühel365 will man diesem Trend entgegenwirken.

Kitzbühel | Die Nächtigungszahlen in der Gamsstadt sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Nach einem sensationellen Winter, der sogar die Rekorde des Vorwinters mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent toppen konnte, war die Zahl der Nächtigungen im Sommer rückläufig. Kitzbühel Tourismus büßte 2,6 Prozent der Nächtigungen im Vergleich zum Sommer 2017 ein. In Summe ergibt das für Kitzbühel und seine Feriendörfer ein Minus von 0,4 Prozent.  Ähnlich verhält es sich auch bei den Ankünften. Hier wurden rund 3.400 Ankünfte weniger verbucht als im Vorjahr.  Konstant hingegen ist die Aufenthaltsdauer der Kitzbüheler Gäste mit 3,6 Tage. In der Wintersaison konnte Kitzbühel Tourismus 87,7 Vollbelegungstage verbuchen, im Sommer war an 69,6 Tagen eine Vollbelegung zu verbuchen.

„Vergleichen wir den Sommer mit jenem im Vorjahr, können wir nicht zufrieden sein“, kommentiert Kitzbühel Tourismus Geschäftsführerin Viktoria Veider-Walser die Zahlen. Jedoch gibt sie auch zu bedenken, dass auch der Wegfall von Betrieben den Zahlen nicht zuträglich war. „Allein zwei dieser Betriebe haben im Vorjahr 16.000 Nächtigungen im Sommer verbucht“, sagt Veider-Walser und führt an, dass man den Verlust der Betten nicht evident auf freie Kapazitäten umlegen kann. „Und eines ist auch klar, Kitzbühel verliert drastisch mehr Betten als der Tirolvergleich“, sagt Veider-Walser. Im Winter 2012/13 wurden in der Gamsstadt noch 9.079 Betten angeboten, im Sommer 2018 waren es nur mehr 8.077 Betten.

Sieht man sich die Entwicklung des Sommers an, so hat Kitzbühel seit 2012 zwar nur sehr leicht, aber stärker als der Tirolvergleich dazugewonnen.  „Die Vorgangsweise ist also keine falsche gewesen“, sagt Veider-Walser.

An gemeinschaftlicher Ausrichtung arbeiten

„Jetzt ist es an der Zeit an einer gemeinschaftlichen Ausrichtung zu arbeiten“, sagt Veider-Walser und gibt einen Einblick in die erarbeitete Strategie für die Region. Es gilt die Sehnsucht wieder zu wecken, jene nach unberührter Landschaft, wunderschöner Natur, Gastfreundschaft und Tradition, also all jene Werte, die Kitzbühel so besonders machen, zu wecken. Die Strategie Kitzbühel 365 tut dies“, sagt Veider-Walser. Einer der Schwerpunkte ist die „Magie des Wanderns“. Jedoch reichen 1.000 Kilometer Wanderwege laut Veider-Walser alleine nicht aus, das Thema Wandern muss überall zu spüren zu sein.  Angestrebt ist das Europäische Wandergütesiegel. Dafür wurden acht Wanderrouten geprüft. Im Zuge der Zertifizierung können sich interessierte Betriebe als Wanderhotel auszeichnen lassen.

Das Strategie-Leitbild setzt sich aus den Bereichen Vision, Mission und den Markenwerten zusammen. Letztere beantworten die Frage nach der Identität.  Die Vision gilt als Leitbild für die Zukunft und ist fast unerreichbar – die begehrteste Ganzjahresdestination in den Alpen zu werden. Die Mission muss GF Viktoria Veider-Walser mit ihrem Team schaffen, nämlich 365 Tage im Jahr Spitzenleistungen zu liefern und diese zu kommunizieren. Es gilt, eine Abgrenzung zu den Mitbewerbern zu schaffen und mit der Produktentwicklung beim Gast zu punkten.

Ein großes Anliegen bei Kitzbühel Tourismus ist die Digitalisierung und hier steht ein Relaunch der Homepage an, der bereits am Laufen ist und im kommenden Jahr fertiggestellt werden soll. Ebenso wird die Gästekarte überdacht. Hierfür will man sich Zeit nehmen und bis 2020 das neue Format präsentieren.

Streif-Erlebnis und Biken am Hahnenkamm

Zwei Neuerungen konnte Tourismus Präsidentin Signe Reisch ankündigen. Neben dem Streif-Erlebnis-Weg am Hahnenkamm der neben Geschicklichkeit und Balance auch die Ausdauer in Anspruch nehmen wird, soll im kommenden Jahr auch der Bike-Trail vom Hahnenkamm fertiggestellt werden. Neben den saisonalen Veranstaltungsreigen wie Advent und Ostern wird auch kräftig an der Neugestaltung der Kitzbüheler Sommernächte gearbeitet. Die Kitzbüheler Themen wurden um die Hochzeit erweitert.

Wieder eingeführt wurden die Ortsausschüsse, wie AR-Vorsitzender Josef Burger berichtete. „Eine Beschlussfassung zum Thema Promillesatz gab es im Aufsichtsrat nicht. Dank der Sponsorenvereinbarung mit Audi war dies nicht notwendig“, erzählte Burger.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Joe Dagn (Präsidentin-Stv.), Katrin Schlechter (AR-Vorsitzender-Stv.), Manfred Hofer (Präsidentin-Stv.), Signe Reisch (Präsidentin), Viktoria Veider-Walser (GF Kitzbühel Tourismus) und AR-Vositzender Josef Burger (v.l.). lieferten bei der Vollversammlung den Mitgliedern ihre Berichte ab. Foto: Pöll

 
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