22.08.2017
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Gemeinde Reith setzt ein Zeichen

Die Pläne zum Weiterbau der A27, besser bekannt als Alemagna, tauchen in unregelmäßigen Zeitabständen immer wieder auf. Die Gemeinde Reith schließt sich nun einem Memorandum gegen den weiteren Bau hochrangiger Straßen über die Alpen an.  

Reith | Eine Verlängerung der  italienischen Autostrada A27, besser bekannt als Alemagna, beschäftigte schon Generationen von Politikern. Obwohl in der Alpenkonvention ein völkerrechtlich verbindlicher Verzicht auf eine weitere hochrangige alpenquerende Straßenverbindung  niedergeschrieben wurde, tauchen in verschiedenen Lobbyisten-Kreisen immer wieder Überlegungen dazu auf. „Nachdem einige Osttiroler Gemeinden sich zusammengeschlossen haben und im Rahmen einer alpenpolitischen Wanderung ein Memorandum gegen den Ausbau der Alemagna unterzeichnet haben, finde ich es wichtig, dass auch wir uns solidarisch zeigen“, erklärt Bürgermeister Stefan Jöchl. Der Reither Dorfchef hat bereits mehrere Gespräche mit seinen Osttiroler Kollegen geführt.

Ausbau der Bahn soll forciert werden

Das Memorandum, das Anfang Juli in Kartitsch u.a. von Osttiroler Gemeinden unterfertigt wurde, fordert die gesetzgebenden Körperschaften sowie die Europäische Union zu einem strikten Nein für jegliche Neu-, Aus- und Weiterbauten von hochrangigen Straßenprojekten im Alpenraum zwischen Brenner und Tauernautobahn auf.

Der Ausbau des Bahnverkehrs soll stattdessen forciert werden. „Ich denke, das ist auch im Sinne der Landesregierung – sonst wäre ja der Brennerbasistunnel umsonst“, veranschaulicht der Bürgermeister. Die Gemeinderäte stimmten der Unterzeichnung des Memorandums einstimmig zu.

„Vielleicht schließen sich noch andere an“

Reith ist somit die erste Gemeinde im Bezirk, die sich den Osttirolern anschließt. „Der Verkehr fließt bei uns auf der Paß Thurn Bundesstraße, wir sind also alle betroffen. Hier gilt es, ein Zeichen zu setzen“, so Jöchl. Der Bürgermeister will das Memorandum nun zum Thema im Planungsverband Leukental machen: „Vielleicht schließen sich auch noch andere Gemeinden im Bezirk an. Nur gemeinsam können wir etwas bewegen.“

In Zukunft wollen sich die verbündeten Gemeinden auch jährlich treffen, um sich zu vernetzen sowie den Ausbau des Bahnverkehrs voranzutreiben.
Johanna Monitzer

 
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