18.04.2017
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Gastronomie noch nicht fix

Die Wogen gingen hoch in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kirchdorf. Und wieder stand das Projekt „Erpfendorf -Mitte“ im Zentrum.

Kirchdorf | „Wie geht es mit dem Projekt Erpfendorf-Mitte weiter?“ Einmal mehr wollte GR Johann Oberleitner in der jüngsten Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Gerhard Obermüller wissen, wie der Stand der Dinge, bei dem von der „Salzburg Wohnbau“ geplanten Projekt, ist.

Wie mehrmals berichtet, ist im Zentrum Erpfendorfs ein neuer Gebäudekomplex geplant, der u.a. „Betreutes Wohnen“ mit Miet- und Eigentumswohnungen vereint. Waren ursprünglich vier Gebäude geplant, sollen jedoch nur mehr zwei Häuser umgesetzt werden, da sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen hat, das ehemalige Altenwohnheim sowie ein weiteres Grundstück vorerst nicht zur Verfügung zu stellen.

Projekt-Präsentation ist geplant

In der Sitzung konnte Bürgermeister Gerhard Obermüller den Gemeinderat über ein kürzlich erhaltenenes Schreiben der „Salzburg Wohnbau GmbH“ informieren. „Aktuell werden die Varianten geprüft. Eine Projektpräsentation ist geplant“, erklärte Obermüller und wusste außerdem zu berichten: „dass die Preiswünsche der Verkäufer der notwendigen Liegenschaften ebenfalls problematisch sind.“

Allerdings waren diese Informationen Hans Oberleitner nicht genug. Er gilt als Ini­tiator und will für das Projekt ebenfalls ein Grundstück zur Verfügung stellen. Offenbar, so Oberleitner, ist der Besitzer des Gasthofes Alpenrose, welches ja ebenfalls in das Projekt integriert werden sollte, inzwischen im Gespräch mit einem möglichen Pächter. Außerdem sei der ursprüngliche Plan, einen Gastronomiebetrieb zu installieren, ebenfalls kein Thema mehr und auch von der Errichtung einer Tiefgarage würde man absehen, habe er erfahren. „Ich tue jedenfalls nichts mehr“, donnerte der Mandatar, der seit über einem Jahr für die Realisierung des Projektes kämpft.

Bürgermeister Obermüller hörte den Ausführungen Oberleitners ruhig zu und konnte nur einmal mehr auf das Schreiben der „Salzburg Wohnbau“ verweisen.

Bau einer Garage steht nicht fest

„Wir verfolgen die Diskussionen des Gemeinderates nicht, sind aber bemüht, das abgespeckte Projekt so zu erstellen, dass es wirtschaftlich funktionieren kann“, so die Reaktion Christian Strubers von der „Salzburg Wohnbau GmbH“. Das Projekt solle so entwickelt werden, dass in einem weiteren Schritt auch die Liegenschaften der Gemeinden integriert werden können.

„Sollte sich ein gastronomischer Interessent für die Nutzung des Erdgeschosses entlang der Bundesstraße finden, errichten wir natürlich auch gerne diese Flächen. Finden wir aber keinen, können wir diese Flächen nur für das Wohnbauprojekt nutzen“, stellt Struber klar.  

Die Frage, ob eine Tiefgarage kommt, sei noch nicht entschieden. Gerade in Tirol sei ja das  Thema „5.-Euro-Wohnungen“ sehr präsent und bei derartigen  Projekten werden ja aus Kostengründen auch keine Garagen gebaut.

„Wir überarbeiten die Planung und die Verträge derzeit so, dass als Mindestanforderung ein Projekt Betreutes Wohnen in Verbindung mit Eigentumswohnungen umsetzbar ist. Sollten weitere Nutzungen dazukommen, können diese immer noch integriert werden“, so Struber und betont: „dass auch wir das Interesse haben, jetzt endlich das Projekt auf Schiene zu bringen. Für Anfang Mai planen wir die Unterschriften auf den Kaufverträgen für die Gründe.“    
Margret Klausner

 
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