17.11.2017
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Für eine Veränderung im TVB

Sebastian Witzmann und Mike Mayr-Reisch wollen eine Veränderung im Kitzbüheler Tourismusverband. Gemeinsam mit allen Mitgliedern soll in einem Prozess die Strategie für die Region geschaffen werden. „Wir müssen heute an morgen denken“ ist ihr Credo und ein Reagieren auf die Veränderungen am Markt ist unablässlich.

Kitzbühel | Sie stehen nicht allein da. Sebastian Witzmann und Mike Mayr-Reisch haben 34 Unternehmer aus dem Kitzbüheler Tourismusverbandsgebiet um sich geeint, die eines gemeinsam wollen: Die Zukunft von Kitzbühel und den Feriendörfern gemeinsam gestalten. „Von den neun Aufsichtsratsmitgliedern, die sich der Wahl stellen, sind sechs auf unseren Listen. Ich denke, das ist ein klares Bekenntnis zum Wunsch nach Veränderungen“, sagt Mike Mayr-Reisch. „Es machen alle freiwillig mit und alle treten für eine zukunfts­orientierte Erneuerung in Kitzbühel ein“, ergänzt Sebastian Witzmann.

Strategieprozess mit Kommunikation als Basis

Witzmann und Mayr-Reisch vertreten den Standpunkt, dass die Strategie von der breiten Basis mitgetragen werden soll. Mit dem Know-how der Betriebe will man den Strategieprozess ins Rollen bringen und alle sind dazu eingeladen, an diesem Prozess mitzuarbeiten. „Es ist nicht so, dass wir keine Ahnung von einer Strategie haben, aber zwei Menschen können den Weg für die Region nicht alleine finden. Wir werden uns die Probleme, die es ja gibt, genau anschauen“, sagt Sebastian Witzmann. Die Probleme sehen die beiden vor allem darin, dass in weiten Teilen des Jahres die Auslastung von Sonntag bis Donnerstag viel zu gering ist. „Im Vergleich mit anderen Regionen, die sich in unserem Umfeld befinden, liegen wir bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer weit hinten“, erklärt Mike Mayr-Reisch.

Dazu gibt es bereits verschiedenste Überlegungen für die Ausrichtung, die über das Sport- oder Kulturprogramm bis zum Shopping reichen. „Es geht uns darum, herauszufinden, wofür die Unternehmer stehen, damit wir gemeinsam den Weg gehen können“, sagt Sebastian Witzmann. Wichtig ist für die beiden auch die Findung von langfristigen Strategien. „Wir müssen an die Zukunft denken, nicht nur an das nächste Jahr“, sagt Mike Mayr-Reisch. Für das Strategiekonzept wollen sie auch die Ergebnisse des Markenstammtisches, den es bis vor fünf Jahren gab, heranziehen.

Die Kommunikation zwischen dem Verband und den Mitgliedern wollen die beiden besser gestalten. „Es reicht nicht, wenn man in den Medien omnipräsent ist. Man braucht auch das Feedback der Mitglieder. Nur durch eine Kommunikation kann man das Innovationspotential der Region nutzen. Wir haben viele tolle Firmen, die innovativ sind und genau wissen, wie der Markt läuft“, erzählt Sebastian Witzmann.

Auf den Markt hören

Die Zukunftsmärkte aber auch die Produktentwicklung sind für die beiden ein wichtiges Thema. „Jedes Produkt hat einen Lebenszyklus. Daher ist es wichtig, dass wir genau schauen, wie sich der Markt entwickelt, welche Wünsche entstehen und genau darauf müssen wir mit klaren Produkten die Antwort finden“, sagt Sebastian Witzmann. Eine wichtige Rolle spielen nicht nur die Feriendörfer, die in den Bereichen Alpinwandern und Familien großes Potential haben, sondern auch die umliegenden Regionen. „Wir müssen den regionalen Gedanken aufgreifen. Kitzbühel hat im Sommer nicht die Möglichkeit als Einzeldestination. Wir müssen uns mit den anderen Regionen vernetzen und das Potential aller nützen, um ein schlagkräftiges Angebot zu bieten“, erklärt Witzmann.

Kitzbühel Tourismus ist bei den Produkten am Zenit angelangt. „Es gilt, dass wir abseits von den Produkten, die wir haben, neue Produkte in die Pipeline bringen. Es müssen die Reisemotive erkannt und entsprechend reagiert werden“, sagt Mike Mayr-Reisch.

Wichtig ist für Sebastian Witzmann und Mike Mayr-Reisch auch, dass sich Kitzbühel Tourismus auch in der schneearmen Jahreszeit gut performt. „Für die Zeit von April bis November gilt es, nächtigungsrelevante Produkte zu kreieren. Der frühe Winterstart auf den Pisten ist eine tolle Werbemaßnahme, doch die Betten werden damit nicht gefüllt“, sagt Mayr-Reisch und Witzmann spricht dazu die Verbandsgröße an, die eine Vielzahl an Möglichkeiten birgt. Und auch hier spielen die Feriendörfer wieder eine wichtige Rolle: Jochberg und Aurach bieten ein herrliches Wandergebiet und Reith überzeugt als Familiendorf.

Sollte die Gruppierung von Witzmann und Mayr-Reisch die Führung von Kitzbühel übernehmen, wollen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres die erste große Richtung für den Verband schaffen. Elisabeth M. Pöll

Bild: Sebastian Witzmann und Mike Mayr-Reisch (v.l.) laden die Mitglieder von Kitzbühel Tourismus zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft ein. Foto: Pöll

 
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