17.04.2017
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Forderung nach mehr Kontrollen

Die Problematik für die Kitzbüheler Taxiunternehmen hat sich kaum verändert: Fehlende Standplätze, wildernde Konkurrenz aus Nachbar­orten und dazu noch Hotelbusse, die sich nicht an die Verordnungen halten.

Kitzbühel | So einfach, wie man zu Beginn der Amtsperiode dachte, ist die Lösung des Kitzbüheler Taxi-Problems nun auch wieder nicht. „Wir dachten, wir brauchen hier nur Ordnung schaffen, doch die Probleme liegen tiefer“, erzählt Alexander Gamper, Obmann des Ausschusses für Innenstadt, ruhenden Verkehr und Taxis. Es sind laut Gamper ohnehin schon zu wenig Standplätze vorhanden und wenn diese noch dazu von auswärtigen, nicht berechtigten Taxis belegt sind, wird der Ruf nach stärkeren Kontrollen laut. „150 Fotos wurden mir während des Winters von Taxlern zugeschickt, die Verkehrssünden von anderen Taxis aufzeigen“, erzählt Gamper.

FPÖ-Kritik an Hotelshuttles

Kritik an den Hotelshuttles kommt von FPÖ-Taxi-Expertem Michael Hagsteiner: „Im Gelegenheitsverkehrsgesetz ist die Auffahrtsbewilligung genau geregelt. Ein Hotelshuttle darf demnach die Gäste von der nächstgelegenen Haltestelle des öffentlichen Verkehrs hinbringen bzw. holen. Ein Transfer zur nächsten Bergbahn-Station als Beispiel hingegen ist nicht erlaubt“, erklärt Hagsteiner, der in diesem Bereich große Verluste für die heimischen Taxiunternehmen, aber auch für die Finanz und Krankenkasse ortet. Zudem kritisiert Hagsteiner die großteils fehlende Kennzeichnung bei den Hotelshuttles und ebenso in der Mietwagengewerbegruppe.

„Es braucht in Kitzbühel mehr Kontrollen“, fordert Gamper. Zum einen sieht der FPÖ-Stadtparteiobmann hier großen Handlungsbedarf seitens der Finanzbehörde, den Krankenkassen, der Wirtschaftskammer und auch seitens der Polizei. „Es muss kontrolliert werden, ob die Unternehmen wirklich einen Betriebsstandort in Kitzbühel haben und nicht nur ein Postkastl“, sagt Michael Hagsteiner und hinterfragt die Existenz der Briefkastenfirmen: „Wenn ein neuer Betriebsstandort genehmigt wird, muss das Betriebsgebäude vor Ort kon­trolliert und abgenommen werden. Dies geschieht eigentlich seitens der Behörden“, erzählt Hagsteiner. „Die regulierenden Behörden müssen hier strenger werden und mehr kontrollieren“, ergänzt Gamper.

„Bermuda-Dreieck“ noch nicht vom Tisch

Zudem macht man sich auch weiterhin Gedanken über eine Standplatz-Lösung. „Ein Standplatz im Bereich des ‚Bermuda-Dreiecks‘ zwischen Fünferl, Londoner und Stamperl ist noch nicht vom Tisch. Wir suchen hier nach einer optimalen Lösung bzw. wollen wir einen möglichen Standplatz in der Bichlstraße nicht aus den Augen verlieren“, erzählt Gamper. Doch die Einrichtung von neuen Standplätzen ist nicht so einfach, wie Michael Hagsteiner erklärt: „Die Autos dürfen in dem Bereich nicht rückwärts fahren, der Gast muss rechtsseitig einsteigen können und der Standplatz darf auch keine Steigung aufweisen.“

Chizzo-Standplatz wird erweitert

Eine kleine Erfolgsmeldung gibt es für die Kitzbüheler Taxiunternehmen. Der Standplatz beim Chizzo wird nach Beendigung der Baustelle in der Vorderstadt erweitert. Ab Juni wird die neue Standplatzzeit verlängert. Bereits ab 10 Uhr können die Taxis dann beim Chizzo auf Kundschaft warten. Bis die Baustelle abgeschlossen ist, hat man als Alternative einen temporären Standplatz in der Klostergasse (19 bis 6 Uhr) eingerichtet. Dafür fehlen jedoch noch die Beschlüsse des Ausschusses und des Gemeinderates.
Elisabeth M. Pöll

 
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