04.11.2018
Event  
 

Filmreihe zum Gedenkjahr 2018

Viele Themen der gezeigten Filme bestimmen die aktuelle Debatte – das „Rote Wien“ ist immer noch in der Kritik, Sozialgesetze werden diskutiert, usw. Nehmen wir uns die Zeit, in einigen Filmen auf diese Zeit zurückzublicken.

So. 4.11. Murer – Anatomie eines Prozesses

Do. 8.11. Das Notizbuch des Mr. Pim

Do. 15.11. Stadt ohne Juden

Alte Gerberei, St. Johann
Eintritt: € 9

12. November 1918 – an diesem Tag wurde die Erste Republik Österreich ausgerufen. Dieses Datum nehmen wir uns in der Alten Gerberei zum Anlass, uns in einem filmischen Schwerpunkt an drei Filmabenden mit dem Gedenkjahr 2018 auseinanderzusetzen:

Ab 1918 wurde die Politik Österreichs demokratisch bestimmt. Große Gestaltungskraft hatte die Sozialdemokratische Partei in Wien. Kommunalbauten, Schwimmbäder wurden errichtet. Viele Sozialgesetze prägen unsere Lebenswelt bis heute, wie der Achtstundentag. Diese Veränderungen im „Roten Wien“ werden im Stummfilm „Das Notizbuch des Mr. Pim“, einem Werbefilm der Sozialdemokratischen Partei für die Nationalratswahl 1930, umrahmt von einer Liebesgeschichte aufgezeigt.

Nicht nur fortschrittliche Ideen prägten die Zeit der Ersten Republik – auch der Antisemitismus bestimmte den Alltag der Menschen. In der Verfilmung des gleichnamigen Romans „Die Stadt ohne Juden“ (geschrieben 1922 von dem 1925 von einem National-sozialisten ermordeten Hugo Bettauer) werden die Stufen des Ausgrenzungs-prozesses bis zum Ausschluss der Jüdinnen und Juden aus der Stadt dargestellt. Im Film kehrten die Jüdinnen und Juden wieder zurück, in der Realität nicht.

1938 erfolgte der „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland. Diese Zeit des Nationalsozialismus wirkte sehr stark auf die Zeit der Zweiten Republik und damit auf unsere Gegenwart. Lange Zeit wurden die Verbrechen, die in dieser Zeit von Österreicherinnen und Österreichern begangen worden waren, mit dem Mantel des Schweigens zugedeckt. Im Film „Murer – Anatomie eines Prozesses“ wird deutlich gezeigt, wie dieses „Zudecken“ der Verbrechen ablief.

Details zu allen Filmen auf www.muku.at

 

 
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