11.04.2019
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Fallstricke im Familienbetrieb

„Raus aus der Komfortzone, und das immer wieder“: Welchen Herausforderungen sich Familienbetriebe stellen sollten, analysierte das Unternehmen AC Consulting. Der Kitzbüheler Anzeiger hat sich einige Punkte daraus angesehen.

Bezirk  | Dreiviertel aller österreichischen Familienunternehmen haben nur einen einzigen Eigentümer bzw. eine einzige Eigentümerin.  Die Entscheidungskompetenz liegt also meistens in der Hand einer Person. „Erfolgsstrategien und Geschäftsmodelle werden nicht von Unternehmen, sondern von Menschen entwickelt. Der Mensch ist naturgemäß wenig veränderungsbereit und verharrt am liebsten in einer Komfortzone“, führt Christoph D. Albrecht, Geschäftsführer der Strategie- und Markenberatung AC Consulting, an. Geht es also darum, aktiv die Zukunft des Unternehmens zu gestalten bzw. auf die geänderten Marktbedingungen einzugehen, gestaltet sich das meistens schwierig.

Dementsprechend sind die wichtigsten „Erfolgskiller“ der familiär strukturierten Betriebe nur allzu vertraut: Tagesgeschäft geht oftmals vor strategischer Planung. Gleichzeitig ist der Veränderungswille oftmals gar nicht vorhanden, wenn im Moment „eh alles gut geht“, wie Albrecht in seinem Positionspapier ergänzt.  Der altbewährte Satz „Das haben wir immer schon so gemacht und es hat auch funktioniert“ ist ebenfalls eine komfortable Hemmschwelle, um sich nicht mit der Zukunft befassen zu müssen. Hemmungen gibt es oftmals auch an anderer Stelle, nämlich wenn es darum geht, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen.

Frühzeitig reagieren auf Veränderung

„Speziell inhabergeführte Klein- und Mittelbetriebe, die keinen Stab an Strategen haben, tun gut daran, sich frühzeitig mit der Veränderung zu beschäftigen“, rät Albrecht. Die AC Consulting hat dazu vier Schlüsselfelder abgesteckt, die es ständig zu beobachten gilt.  Einerseits – natürlich – den Kundennutzen und die Wertschöpfung am Kunden, dann die Kernkompetenz des Unternehmens, im Auge behalten sollten Betriebe außerdem Ertragslogistik und Vermarktung.  Bei all diesen Feldern gilt es, kritisch zu hinterfragen, ob „eine technologische Veränderung oder eine Veränderung im Konsum- und Kaufverhalten etc. Auswirkungen auf die vier Bereiche ihres Geschäftsmodells haben können“, so Albrecht.

Die wichtigste Strategie ist ohnehin: „Keine Angst vor Veränderung!“ Elisabeth Galehr

Bild: Familienbetriebe sollten heraus aus der Komfortzone. Symbolfoto: pexels.com

 
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