Kitzbüheler Anzeiger
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21.08.2023
News  
 

„Es ist immer Zeit für Innovation!“

Was macht eigentlich eine Innovationsmanagerin? Jenny Koller trat mit 1. August die Nachfolge von Helene Stanger in dieser Funktion an und gibt einen Einblick in die Arbeit des Innovationsnetzwerkes (INK) im Bezirk.

Die junge Brixenerin brennt für die Belange der Wirtschaft und vor allem für das Thema Innovation. Letzteres ist ein viel gebrauchtes Schlagwort, aber was es genau bedeutet, das kann und sollte jedes Unternehmen für sich selbst festlegen. „Wir wollen mit dem INK mehr Bewusstsein für Innovation schaffen, denn dieses Thema wird oft ausschließlich mit Start-ups in Verbindung gebracht“, sagt Jenny Koller. Dabei passieren Neuentwicklungen oft im Stillen, im laufenden Betrieb eines Unternehmens und meist geht es um kleine „Stellschrauben“, die aber einen großen Unterschied ausmachen können. Die Geschäftsführung „sollte sich jedenfalls damit auseinandersetzen“, zeigt Koller auf. Schließlich sind sehr oft die eigenen Mitarbeiter einer Firma eine wesentliche Quelle für Neuentwicklungen. Ist erst einmal eine neue Idee bzw. ein Projekt im Werden, gibt es von der Innovationsmanagerin und dem INK Hilfestellung in der Umsetzung – zum Beispiel wenn es darum geht, die richtigen Partner miteinander zu vernetzen oder auch bei den Förderanträgen. 

Kleine, feine „Start-up-Szene“

Kollers Aufgabenbereich umfasst zudem im weiteren Sinn den Bezirk als Wirtschaftsstandort: In ihrer Tätigkeit fördert sie u.a. neue Arbeitswelten und Start-ups und macht die Region dadurch attraktiver für weitere  Unternehmen: „Die Start-up-Szene im Bezirk ist klein, aber sehr fein. Start-ups aus ganz Österreich sollen unsere Region für sich entdecken“, sagt die neue Innovationsmanagerin. 

In diesem Zusammenhang verweist sie auch gerne auf Leuchtturmprojekte wie das „Start.N.“ in Kitzbühel oder den Weltraum in St. Johann.
Innovationen sind natürlich in vielen Bereichen des betrieblichen Alltags möglich. In den seltensten Fällen geht es um das Erfinden eines neuen Produktes. Viel mehr kann Innovation bei Prozessabläufen passieren, oder auch Lösungen im Bereich der neuen Arbeitswelt (New Work) bzw. Nachhaltigkeit umfassen. 

Neue Geschäftsmodelle braucht das Land

Ein Aspekt liegt Jenny Koller ganz besonders am Herzen und er bekommt gerade in der jetzigen, sich immer schneller wandelnden Welt, eine große Bedeutung: Es geht um Innovationen beim Geschäftsmodell. „Während und nach der Coronapandemie passierte es oft, dass die etablierten Geschäftsmodelle von Unternehmen nicht mehr so funktionierten wie früher. Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich innovativ tätig zu werden“, führt Koller aus. Dass derzeit das wirtschaftliche Umfeld nicht so rosig ausschaut und Investitionen für den Einzelnen durchaus schwieriger werden, ist ihr bewusst. Dennoch rät sie, am Ball zu bleiben: „Es ist immer Zeit für Innovation!“ Das gilt übrigens nicht zuletzt für den Zeitpunkt der Betriebsübergabe: Denn nicht nur neu gegründete Unternehmen sind Träger für Innovation. Auch und gerade beim Generationenwechsel innerhalb eines Unternehmens lohnt es sich, Augenmerk darauf zu legen. 

 

 
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