16.08.2016
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Entschuldung abgeschlossen

Vor kurzem ging die Gesellschafterversammlung der Skiliftgesellschaft über die Bühne. Nach der erfolgreichen Entschuldung der in finanzielle Schieflage geratenen Gesellschaft, hoffen die Betreiber jetzt auf einen schneereichen Winter. Ein möglicher Verkauf bzw. eine Verpachtung ist derzeit definitiv vom Tisch.

Kirchdorf | „Wir haben nicht gestritten, nur diskutiert“ – nicht nur Kirchdorfs Bürgermeister Gerhard Obermüller, sondern auch Skilift-Geschäftsführer Josef Lackner zeigen sich erstaunt über die Gerüchte, die derzeit in der Kaisergemeinde die Runde machen. In der Gesellschafterversammlung der Skilift Gesellschaft in der Vorwoche seien die Fetzen geflogen, heißt es. „Ganz im Gegenteil – wir sind alle sehr positiv eingestellt“, betont Bgm. Obermüller und Lackner erklärt: „Nach einer Zeit mit vielen Turbulenzen schauen wir jetzt sehr positiv in die Zukunft. Jetzt ist wieder alles auf Schiene.“

Steuerliche Gründe

Es war, wie der Kitzbüheler Anzeiger berichtete, ein Schock, als knapp vor Jahresende 2015 bekannt wurde, dass die örtliche Skilift Gesellschaft in finanzielle Schieflage geraten war und wie es der damalige Finanzreferent Hans Hinterholzer drastisch ausdrückte „im Grunde zahlungsunfähig ist“. Die Gemeinde zog damals die Notbremse und entschloss sich, nicht nur die entstandenen Abgänge zu übernehmen, sondern die komplette Entschuldung der Gesellschaft in Angriff zu nehmen.

Klar war für die Kirchdorfer, das kleine Skigebiet mit drei Schleppliften sowie einem Sessellift in jedem Fall zu retten. Auch der Tourismusverband als zweitgrößter Mitgesellschafter neben der Gemeinde zog mit. Zwischenzeitlich wurde überdies eine Verpachtung bzw. ein Verkauf an zwei örtliche Unternehmer angedacht – eine Variante, die vom Tisch ist. „Das wäre aus steuerlichen Gründen nicht möglich, aber wir wissen nicht, wie das in zehn Jahren möglicherweise ausschaut“, erklärt Josef Lackner.

Alles auf Schiene

Acht Monate nach den erschreckenden Meldungen sieht die Lage für das Skigebiet wieder viel rosiger aus. „Die Entschuldung ist erfolgreich über die Bühne gegangen – wir können wieder durchstarten“, freut sich Bürgermeister Obermüller. Und für Lackner ist klar, „dass wir uns auch in Zukunft unseren Lift leisten können.“ Größere Baumaßnahmen können die Kirchdorfer derzeit nicht in Angriff nehmen, „aber jetzt steht die 10-Jahres-Überprüfung an“. Eine Lösung muss auch noch für die Skischule gefunden werden – das im Nahbereich des Lifts stehende Hotel, in dem die Skilehrer mit ihren Schülern bisher die Mittagspause verbracht haben, ist seit dem Vorjahr geschlossen.

Die Kirchdorfer hoffen jetzt jedenfalls auf einen schneereichen Winter und damit auf eine erfolgreiche Wintersaison 2016/2017.M. Klausner

 
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