07.09.2017
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(Eis-) Block steht in Fieberbrunn

Was ist das? Irgendwie erinnert der „Block“ an eine bekannte Eisvariation. Künstlerin Andrea Lüth stellt die Frage nach Bedeutung und Funktionsweise von Kunst auf mehrere Ebenen.

Fieberbrunn | Mitten in der Wiese, neben dem alten Musikpavillon, von der Straße schon gut sichtbar, liegt er nun, der „Block“. Eigentlich ein Kunstwerk ohne Titel, wie Kunsthistorikerin Lena Nievers erklärt. Am vergangenen Donnerstagabend wurde nach der fiktiven U-Bahnstation bereits das zweite Kunstobjekt im Rahmen von „Kunst im öffentlichen Raum Tirol“ in Fieberbrunn seiner Bestimmung übergeben.

Für den „Block“ zeigt sich die in Innsbruck geborene Künstlerin Andrea Lüth verantwortlich. „Was mich dazu inspiriert hat, kann ich eigentlich gar nicht genau sagen. Es war aus einem Gefühl heraus“, erklärt die Künstlerin.

Ein Objekt voller Gegensätze

Kunsthistorikerin Nievers meint, dass der familiäre Einfluss, der Onkel der Künstlerin erzeugte Speiseeis, vielleicht eine Rolle gespielt haben könnte. „Dieses faszinierende Objekt ist voller Gegensätze und erzeugt Spannung. Einflüsse aus der Minimal- und Popart sind erkennbar. Es gehört hier eigentlich nicht hin, fügt sich aber trotzdem nahtlos in die Landschaft ein“, veranschaulicht die Kunsthistorikerin.

Kunst lädt zu Diskussionen ein

Bei der Eröffnungsfeier sorgte der „Block“ schon für jede Menge Gesprächsstoff. „Wenn zwei Menschen über dieses Werk ins Gespräch kommen, die sonst nicht miteinander gesprochen hätten, dann ist etwas Großartiges passiert – das ist Kunst“, betont Vize-Bürgermeister und Kulturreferent Wolfgang Schwaiger. Die meisten erinnert das Kunstwerk wohl an eine beliebte Eisvariation. So auch die Band „69 in the shades“, die die Eröffnung stimmig mit dem Lied „Frozen“ umrahmte.

Der „Block“ kann ein Jahr besichtigt werden

Der „Block“ steht nun ein ganzes Jahr in Fieberbrunn. „Ich bin schon neugierig, wie das Kunst-
objekt angenommen wird“, erwartete sich auch Ingeborg Erhart, Geschäftsleiterin und Kuratorin Tiroler Künstlerschaft, dass der (Eis-) Block für Aufsehen sorgen wird.

Die Gemeinde Fieberbrunn zeigt auf jeden Fall keinerlei Berührungsängste mit moderner Kunst – das hat sie auch schon mit der fiktiven U-Bahnstation eindrucksvoll bewiesen.
Johanna Monitzer

Bild: Der „Block“ – ein Kunstwerk ohne Titel wurde in Fieberbrunn seiner Bestimmung übergeben (v. li.): Kunsthistorikerin Lena Nievers, Künstlerin Andrea Lüth, Vize-Bgm. Wolfgang Schwaiger und Ingeborg Erhart (Geschäftsstellenleiterin und Kuratorin der Tiroler Künstlerschaft). Foto: Monitzer

 
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