24.01.2017
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Eine moderne Schule für Reith

Mehr Platz für die jüngsten Reither Bürger: Die Volksschule in Reith wird aufgestockt. Ein modernes Bildungszentrum mit Kinderbetreuung entsteht. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf rund vier Millionen Euro.

Reith | Schon länger wälzt die Reither Gemeindeführung Pläne, wie sie den heutigen Anforderungen in Sachen Kinderbetreuung und Schulwesen gerecht werden kann. Die Volksschule und der Kindergarten sind am Ende ihrer räumlichen Kapazitäten. Die Spielgruppe/Kinderkrippe „Reither Küken“ wurde am Areal des Fußplatzes ausgesiedelt. Nun sollen die Institutionen an einem Ort gebündelt werden.

Aus sechs Projekten den Sieger gekürt

Gemeinsam mit dem Land Tirol hat die Gemeindeführung im Sommer einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Von den sechs eingereichten Projekten ging der Entwurf des Architektenduos Martin Tabernig (Imst) und Alois Zierl (Innsbruck) als Sieger hervor. „Der Entwurf konnte vor allem in Anbetracht der sehr guten Raumnutzung und der Eingliederung in die Umgebung punkten“, veranschaulicht Bürgermeister Stefan Jöchl.

Die Jury bestand neben 12 Gemeinderäten auch aus Vertretern der Architektenkammer, Vertretern des Landes Tirol sowie aus Mitarbeitern der Schule, des Kindergartens und der Kinderkrippe.  

Ein Architektenduo überzeugte

Die Entwürfe der Architekten wurden nach Funktionalität, städtebaulichen, baukünstlerischen und ökonomischen sowie ökologischen Gesichtspunkten bewertet. „Das Architektenduo hat vor allem das Cluster-System perfekt gelöst und weist den zweitniedrigsten Platzverbrauch auf“, erklärt Kommunaltechniker Andreas Meikl.

Das Schulgebäude wird aufgestockt

Die Pläne der Architekten umfassen eine Aufstockung des bestehenden Volksschulgebäudes.  Zudem wird der Altbestand saniert und an die heutigen pädagogischen Anforderungen angepasst. Im neuen Gebäudeteil soll die Schule untergebracht werden. Im sanierten Erdgeschoss  soll der Kindergarten sowie ein Mittagstisch Platz finden. „Alles wird moderner gestaltet. So gibt es viele offene Bereiche, die für die neuen Unterrichtsmethoden genutzt werden können“, erklärt der Bürgermeister.  Auch eine kleine Bibliothek und ein Musikraum sind angedacht.

Wie wird das Verkehrsproblem gelöst?

Ein Problem am Areal der Volksschule stellt auch der Verkehr dar. „Es wäre uns zwar am liebsten, dass alle Kinder so weit als möglich zu Fuß zur Schule kommen, aber wir haben nun auch hier eine Lösung erarbeitet“, so Bürgermeister Jöchl. Die Gemeindeführung hat ein benachbartes Grundstück im Ausmaß von 740 Quadratmetern erworben. „Hier sind Parkplätze geplant, um die Verkehrssituation zu entschärfen“, informiert der Bürgermeister.

Vier Klassen und drei Kindergartengruppen

Derzeit werden vier Klassen an der Volksschule in Reith unterrichtet. Im Kindergarten werden drei Gruppen betreut und zusätzlich gibt es noch das Angebot der Reither Küken. „Aufgrund der gemeinnützigen Siedlungsprojekte glauben wir nicht, dass es zu einem Rückgang der Kinder kommen wird. Genau prognostizieren kann man das aber nicht. Es ist ein ständiges Auf und Ab, wie in jeder anderen Gemeinde auch“, betont Bürgermeister Jöchl. Wichtig sei der Gemeindeführung aber, dass die Schule und die anderen Kinderbetreuungseinrichtungen „zukunftsfit“ sind. „Wir wollen den jüngsten Bürgern die besten Startmöglichkeiten bieten und ich glaube, wir sind nun auf einem sehr guten Weg“, so der Bürgermeister.

Baustart könnte 2018 erfolgen

Nun geht es in Reith an die Detailplanung. Die Aufträge müssen vergeben werden. Als Baubeginn könnte sich die Gemeindeführung 2018 vorstellen. Die Bauzeit wird mit einem Jahr veranschlagt. Die Gesamtkosten für das Projekt werden mit rund vier Millionen Euro berechnet, wobei die Gemeindeführung alle möglichen Förderhähne anzapfen will. „Vier Millionen sind kein Klacks für eine kleine Gemeinde. Wir sind auf die Förderungen angewiesen“, so der Bürgermeister.

Die Finanzierung muss noch ausgearbeitet werden. Auch fehlen noch notwendige Beschlüsse im Gemeinderat. Johanna Monitzer

Bild: Amtsleiter Alexander Weitlaner, Bürgermeister Stefan Jöchl und Kommunaltechniker Andreas Meikl (v. li.)  präsentierten dem Kitzbüheler Anzeiger die Pläne für das neue Bildungszentrum in Reith. Ein Großprojekt für die kleine Gemeinde. Foto: Monitzer

 
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