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15.07.2019
News  
 

Ein Unrecht fordert Vergeltung

Heuer wagt sich die Volksbühne Hochfilzen im Rahmen ihrer eindrucksvollen Freilichtaufführungen an ein mehrfach verfilmtes Familiendrama von Ludwig Anzengruber (1839-1889) und würdigt damit einen der bedeutendsten Dramatiker des österreichischen Volksstückes.

Hochfilzen | Die Premiere am Hoametzl am Sonntag war begleitet von düsterer Stimmung und Regenschauern – nicht wünschenswert, aber durchaus passend zur bitter-bösen Handlung rund um den gewalttätigen und hartherzigen Kreuzwegbauern, ausdrucksstark dargestellt von Spielleiter Hans-Peter Wimmer.

Szenenapplaus
Unter seiner Regie und mit Unterstützung von Landesspielleiter Roland Exenberger brillieren die Hochfilzener Laiendarsteller mit der richtigen Mischung aus Wut, Hass, Rachegelüsten, Zuneigung, Verständnis und Resignation bis zur hilflosen Verzweiflung. Gratulation und Hochachtung, es bedarf einiger Erfahrung und eben einer guten Inszenierung, um die Charaktere der handelnden Personen und den rauen Umgangston und die Handgreiflichkeiten entsprechend auf die Bühne zu bringen. Ebenso ganze Arbeit hat das Team des Bühnenbildes geleistet und auf der Terrasse der Jausenstation Hoametzl gleich drei wichtige Schauplätze für das Anzengruber-Stück geschaffen.       

Recht muss Recht bleiben
Am Kreuzweghof führt der besagte „Meineidbauer“ ein herrschaftliches Leben, einerseits genießt Ferner (Hans-Peter Wimmer) den erschlichenen Reichtum, anderseits will er seine Schuld mit bezahlter Frömmigkeit wieder gut machen. Durch einen falschen Eid hat er die Kinder seines Bruders um ihren Besitz gebracht, sie mit ihrer Mutter vom Hof gejagt und ins Elend getrieben. Den so unrechtmäßig einverleibten Kreuzweghof soll seine Tochter Kreszenz (Barbara Schwaiger) bekommen. Sie ist schon lange dem Toni (Peter Trixl) versprochen, dem Sohn des Adambauern (Manuel Schmidt). Beim Abschluss der Heiratspläne lässt Ferner seine Nichte, die Adamshof-Dirn Vroni (Monika Putz) vom Hof jagen. Die Tochter seines Bruders flieht zu ihrer Oma und erfährt, dass diese einen Brief gefunden hat, in dem der Kreuzwegbauer den Erhalt des Testamentes bestätigt.
Vroni rechnet mit ihrem verhassten Onkel, dem Meineidbauern, ab, der auch Schuld am Tod ihres Bruders (Christian Schmieder) ist. Im Zwiespalt ihrer Gefühle kann die junge Frau dabei nicht auf die Pläne des inzwischen zurückgekehrten Kreuz-weghof-Sohnes Franz (Ma-
thias Maier) Rücksicht nehmen. Franz will den Kreuzweghof selbst übernehmen, er weiß vom Unrecht seines Vaters, er hat ihn beim Verbrennen des Testamentes erwischt. In die Enge getrieben und vom Unrecht verfolgt nimmt das Unheil seinen Lauf und überrascht mit einem schrecklichen und letztlich doch noch glücklichen Ende.

Weitere Spieltermine
Aufführungstermine: von 21. Juli bis 1. September  jeden Sonntag sowie  am Feiertag, 15. August, jeweils um 18 Uhr am Hoametzl. Taxi-Shuttle ab 16 Uhr vom Bergbahnparkplatz, Theaterweg zu Fuß 30 min. Reservierungen unter 0699 12126504. Roswitha Wörgötter

Franz kehrt auf den Kreuzweghof zurück (v.l.): Manuel Schmidt (Adamsbauer), Barbara Schwaiger (Kreszenz), Hans-Peter Wimmer (Kreuzwegbauer), Mathias Maier (Sohn Franz). Fotos: Wörgötter

 
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